Sie war gar nicht vor Ort

"Postcard"-Blamage: Stift Admont lädt ESC-Siegerin ein

Die diesjährigen Postcards  sorgten für Diskussionen. Nun entsteht aus einem der Einspieler eine echte Einladung an Dara aus Bulgarien.
Newsdesk Heute
19.05.2026, 15:38
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Berge, Schlösser und Windräder – Österreich zeigte sich beim Eurovision Song Contest 2026 eigentlich von seiner schönsten Seite. Genau diese Kulissen lieferten die ORF-"Postcards" vor jedem Auftritt. Doch statt echter Filmkulissen vor Ort wirkten die Künstler heuer wie digital in die Landschaften montiert – und genau das sorgt für heftige Kritik.

Alles Studio-Aufnahmen

Immer wieder fällt online der gleiche Vorwurf: "Das sieht billig aus." Auch im Finale wurde darüber diskutiert, warum die Acts nicht direkt an den Schauplätzen gefilmt wurden. ORF-Kommentator Andi Knoll erklärte dazu live, dass die Drehs aus Kostengründen nicht vor Ort stattfinden konnten. Stattdessen wurden die Künstler in einem Studio nahe des Wiener Flughafens aufgenommen und später in die Landschaften eingesetzt.

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Die Folge: Während im Hintergrund etwa Schloss Schönbrunn, der Lech oder der Neusiedler See zu sehen sind, "schweben" die Acts sichtbar vor den Kulissen. Ein Look, der im Netz für viel Spott sorgt.

Zum Vergleich: Beim ESC im Vorjahr in Basel wurden die Künstler noch tatsächlich an Originalschauplätzen gefilmt. Der Unterschied fällt vielen Fans deshalb besonders stark auf.

Produziert werden die diesjährigen Clips von Gebhardt Productions. Laut ORF-Programmdirektion soll das Konzept Österreich modern und kreativ zeigen – inklusive einer Hommage an die Erfindung der Postkarte durch den Kärntner Emanuel Herrmann.

Nun sorgt einer dieser Postkarten-Momente für Aufsehen: ESC-Siegerin Dara wurde im Einspieler virtuell durch die weltberühmte Bibliothek des Stifts Admont geführt – eine Szene, die weltweit rund 160 Millionen Menschen gesehen haben.

"Die Präsenz unserer Bibliothek beim Eurovision Song Contest bedeutete eine enorme internationale Aufmerksamkeit für das Stift Admont und die gesamte Region", sagt Wirtschaftsdirektor Franz Pichler.

Jetzt folgt die passende Reaktion darauf: Das Stift lädt die ESC-Siegerin persönlich ein. Dara soll die berühmte Bibliothek künftig auch im echten Leben besuchen, "damit sie die beeindruckende Bibliothek auch live erleben kann". Eine offizielle Einladung wird bereits vorbereitet.

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