Taggers Erfolgslauf endete im Viertelfinale des WTA-500-Turniers in Linz. Die Osttirolerin musste sich im Duell mit der seit Jänner für Österreich spielenden Anastasia Potapova nach 1:35 Stunden und einem hart umkämpften ersten Durchgang mit 6:7 (7) und 0:6 geschlagen geben.
Die gebürtige Russin schaffte erstmals im Jahr 2026 und damit als Österreicherin den Sprung ins Halbfinale, bekommt es dort mit der kroatischen Qualifikantin Donna Vekic oder der Tschechin Karolina Pliskova zu tun. Die 25-Jährige ist damit auch künftig wieder Österreichs Nummer eins im Tennis.
Für die Osttirolerin Tagger steht immerhin ein erster Prestigeerfolg zu Buche: Mit dem Viertelfinaleinzug schaffte es die 18-Jährige auch erstmals in die Top-100 der Welt.
Die erst 18-jährige Tagger erwischte in der Linzer Arena einen Fehlstart, fand bei eigenem Aufschlag nicht ins Match und musste sofort ihr Service an die gebürtige Russin abgeben. Die bestätigte sofort, hielt den Vorsprung zunächst – beide Österreicherinnen servierten danach stark.
Bis zum 4:4. Da spielte sich die 1,87 Meter große Tennis-Hoffnung gleich drei Breakbälle heraus – der zweite saß und die gerade erst in die Top-100 eingezogene Tagger war wieder zurück im Satz, übernahm mit etwas Bauchweh erstmals die Führung – 5:4. Österreichs Nummer eins Potapova wurde sichtlich unruhiger, während Tagger konstant Druck machte. Im engen Tie-Break lag die 18-Jährige dann bereits mit 4:1 in Front, verschlug einen Volley deutlich, so kämpfte sich Österreichs Nummer eins zurück. Der dritte Satzball für Potapova saß dann, weil Tagger die Vorhand klar ins Out schlug – 9:7.
Mit der Satzführung im Rücken ließ Potapova nicht locker, spielte variantenreich mit Stopps und Lobs, ließ Tagger laufen. Die wirkte etwas verunsichert und musste ihren Aufschlag zum 0:2 abgeben, Potapova bestätigte mit etwas Mühe und schnappte sich sofort das zweite Break in Folge – 4:0. Die 25-Jährige stemmte sich gegen den postwendenden Serviceverlust, wehrte eine Breakchance der Osttirolerin ab. Beim zweiten Matchball der gebürtigen Russin haute Tagger den Ball dann ins Netz – 6:0 für Potapova.