Ärger bei Community

Trans-Frauen werden von Darts-Turnieren ausgeschlossen

Trans-Frau Noa-Lynn van Leuven darf nicht mehr bei Frauen-Darts-Turnieren starten und reagiert emotional auf die neue Regelung.
Sport Heute
10.04.2026, 10:26
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Trans-Frauen dürfen im Darts künftig nicht mehr an reinen Frauen-Turnieren teilnehmen. Das hat die Dachorganisation Darts Regulation Authority (DRA) in einer neuen Richtlinie festgelegt, die auch vom Profiverband PDC übernommen wurde.

Kritik am Verband

Betroffen ist unter anderem die niederländische Spielerin Noa-Lynn van Leuven. Die 29-Jährige zeigte sich in einem Instagram-Video tief getroffen und erklärte, dass sie sich dadurch faktisch aus dem Wettbewerb gedrängt fühle. Sie sagte: "Damit bin ich praktisch raus."

Die PDC organisiert auch die bekannte Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace, an der van Leuven bereits zweimal teilgenommen hat. An offenen Turnieren, bei denen Männer und Frauen gemeinsam antreten, darf sie weiterhin teilnehmen. Die DRA betonte, man wolle inklusiv bleiben und ermutige alle Athletinnen und Athleten, an gemischten Bewerben teilzunehmen.

Erzwungener Rücktritt

Trotzdem spricht van Leuven von einem erzwungenen Rücktritt. Sie sagte: "Ich habe jahrelang so verdammt hart dafür gearbeitet, um bis hierhin zu kommen. Und nun bekomme ich mit nur einer Entscheidung gesagt, dass ich nicht mehr dazugehöre."

Die Niederländerin sieht darin nicht nur ein persönliches Problem, sondern einen weiteren Rückschlag für die Trans-Community. Sie verwies dabei auch auf aktuelle Entwicklungen im internationalen Sport.

Auch das Internationale Olympische Komitee hat zuletzt strengere Regeln beschlossen. Künftig sollen Athletinnen Geschlechtertests absolvieren müssen, um bei Frauen-Wettbewerben starten zu dürfen. Transfrauen sollen von diesen Bewerben ausgeschlossen werden. Die Debatte rund um Inklusion und Fairness im Sport dürfte damit weiter an Schärfe gewinnen.

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