Weltneuheit

Premiere! BMW 3er bleibt dem Sechszylinder treu

BMW wagt beim neuen 3er den bislang größten Schritt und verbindet die Tradition der Sportlimousine mit der Technik der Neuen Klasse.
Maxim Zdziarski
30.09.2026, 00:01
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BMW stellt die neue 3er-Reihe vor und läutet damit eine neue Ära für seine wichtigste Sportlimousine ein. Erstmals basiert der 3er auf der Technologie der Neuen Klasse – mit neuem Design, komplett überarbeitetem Cockpit und einer breiten Antriebspalette vom Mild-Hybrid-Benziner bis zum vollelektrischen BMW i3.

Der 3er wird komplett neu

Seit mehr als fünf Jahrzehnten steht der BMW 3er für sportliche Limousinen mit Heckantrieb, markantem Design und viel Fahrspaß. Mit der nunmehr achten Generation will BMW diese Tradition mit der Technik der Neuen Klasse verbinden.

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Dabei geht BMW einen eigenen Weg: Der neue 3er wird nicht ausschließlich elektrisch. Neben dem vollelektrischen BMW i3 stehen weiterhin Benziner mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technik zur Wahl. Ein Plug-in-Hybrid soll im kommenden Jahr das Angebot ergänzen.

Damit zeigt BMW beim 3er weiterhin mehrere Antriebskonzepte parallel. Besonders interessant ist dabei das Topmodell der Verbrenner: der neue BMW M350 xDrive.

443 PS aus sechs Zylindern

Der M350 xDrive ist das sportliche Aushängeschild der neuen 3er-Reihe. Unter der Haube arbeitet ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder, der von einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System unterstützt wird.

Das Ergebnis sind  443 PS und 580 Nm Drehmoment: Damit legt der neue M350 seinem Vorgänger gegenüber ordentlich zu und steigert seine Leistung von 374 auf 443 PS.

Der integrierte Kurbelwellen-Startergenerator kann zusätzlich bis zu 18 PS beisteuern. Geschaltet wird serienmäßig über eine 8-Gang Steptronic Sport, die Kraft geht über den xDrive-Allradantrieb an alle vier Räder. Das reicht für einen Sprint von null auf 100 km/h in 4,1 Sekunden. Bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.

Modell: BMW 3er, 8. Generation

Antrieb: Benzin, Mild-Hybrid, vollelektrisch; Plug-in-Hybrid folgt

Topmodell Verbrenner: BMW M350 xDrive

Motor M350 xDrive: 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benziner

Leistung M350 xDrive: 326 kW / 443 PS

Drehmoment: 580 Nm

Mild-Hybrid: 48-Volt-System mit bis zu 13 kW / 18 PS

Antrieb: xDrive-Allrad Getriebe: 8-Gang Steptronic Sport

0–100 km/h: 4,1 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

BMW 320: 2,0-Liter-Vierzylinder, 211 PS

BMW 318: 2,0-Liter-Vierzylinder, 156 PS

BMW 320 0–100 km/h: 7,4 Sekunden

BMW 320 Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

BMW 318: ausschließlich Hinterradantrieb

BMW 318 Preis: ab 49.900 Euro

BMW 320 Preis: ab 54.900 Euro

BMW M350 xDrive Preis: ab 80.900 Euro

BMW baut sogar einen Drift-Modus ein

Beim neuen M350 xDrive geht es aber nicht nur um schnelle Beschleunigung. BMW spendiert dem M Performance-Modell eine Funktion, die bislang vor allem aus den besonders sportlichen M-Modellen bekannt war.

Über den sogenannten "Drift Moment" lässt sich die Antriebskraft vollständig auf die Hinterräder verlagern. Damit soll der M350 xDrive kontrollierte Querfahrten ermöglichen.

Für die nötige akustische Untermalung sorgt eine Abgasanlage mit vier Endrohren. Der M350 soll damit nicht nur optisch als sportlichstes Verbrennermodell der neuen 3er-Reihe erkennbar sein.

Auch der normale 3er wird stärker

Wer keinen Sechszylinder möchte, bekommt den neuen 3er zunächst mit zwei Vierzylinder-Benzinern.

Der BMW 320 kommt mit einem 2,0-Liter-Reihenvierzylinder und 48-Volt-Mild-Hybrid-System auf 211 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 330 Nm. Die Kraft wird über ein 8-Gang-Steptronic-Getriebe an die Hinterräder übertragen.

Von null auf 100 km/h benötigt der 320er 7,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h.

Darunter rangiert der BMW 318. Sein 2,0-Liter-Vierzylinder leistet 156 PS und wird ebenfalls von einem 48-Volt-System unterstützt. Allrad gibt es bei diesem Modell nicht, der 318 wird ausschließlich mit Hinterradantrieb angeboten.

Der neue 3er sieht deutlich anders aus

Die Limousine trägt das Design der Neuen Klasse. BMW spricht von einem modernen 2,5-Box-Design mit langem Radstand, kurzen Überhängen und weit ausgestellten Radhäusern. Besonders auffällig ist die neue Front. Niere und Doppelscheinwerfer werden komplett neu interpretiert und verschmelzen mit der Frontsensorik zu einer gemeinsamen Lichtgrafik.

Die horizontale Leuchtsignatur zieht sich beinahe über die gesamte Fahrzeugbreite. Je zwei vertikale Tagfahrlichter auf beiden Seiten sorgen für ein neues Vier-Augen-Gesicht.

Beim M350 kommen außerdem die neuen "M Yellow Lights" zum Einsatz. Die gelbe Lichtsignatur ist von Motorsport-Fahrzeugen und dem BMW M Hybrid V8 inspiriert.

Auch an der Seite gibt es Neuerungen: Die Türgriffe sind bündig in die Karosserie integriert und fahren beim Entriegeln automatisch aus. Die markante Schulterpartie entsteht durch das nach hinten gezogene Greenhouse und die breiten Radhäuser.

Mehr 3er, mehr Technik

Auch beim Innenraum verabschiedet sich BMW vom bisherigen Cockpit. Herzstück ist das neue BMW Panoramic iDrive. Das System kombiniert BMW Panoramic Vision, ein optionales 3D-Head-up-Display, das zentrale Display und das neue Multifunktionslenkrad.

Das Zentraldisplay misst satte 17,9 Zoll und ist zum Fahrer hin ausgerichtet. Hinzu kommen neue Bedienelemente und eine deutlich stärker digitalisierte Bedienlogik.

Unter der Haube der Software arbeitet BMW Operating System X. Das System basiert auf dem Android Open Source Project und soll regelmäßig über Updates und Upgrades erweitert werden können.

Auch der BMW Intelligent Personal Assistant wird umfangreicher. BMW integriert schrittweise zusätzlich Amazon-Alexa+-KI-Technologie, wodurch die Sprachsteuerung natürlicher und dialogorientierter werden soll.

Digitales Cockpit statt Knopf-Sammlung

BMW setzt beim neuen 3er damit noch stärker auf eine Kombination aus Touchscreen, Sprache und haptischen Bedienelementen. Das Panoramic Vision bringt Informationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Optional kommt das BMW 3D Head-Up Display dazu.

Gleichzeitig soll der neue 3er weiterhin fahrerorientiert bleiben. Das Lenkrad wurde neu gestaltet und besitzt nun eine mittig angeordnete Speiche im oberen Bereich. Je nach Ausstattung gibt es außerdem M-, Sport- oder BMW Individual-Lenkräder.

Für Unterhaltung sorgen unter anderem Video- und Gaming-Angebote sowie Amazon Prime Video. Mit BMW Digital Premium können zusätzliche Navigations-, Sicherheits- und Entertainment-Funktionen freigeschaltet werden.

Mehr Platz, mehr Licht

Auch beim Innenraum setzt BMW auf ein luftigeres Ambiente. Ein großes Panoramadach mit Klimakomfortglas und die großen Fensterflächen sollen zusätzlich für ein helles Raumgefühl sorgen.

Bei den Sitzen reicht das Angebot vom serienmäßigen Sitz mit elektrischen Einstellmöglichkeiten bis zu Multifunktions- und M-Sportsitzen. Auf Wunsch lassen sich auch die Fondsitze beheizen.

Für den Klang stehen neben dem serienmäßigen HiFi-System auch Soundsysteme von Harman Kardon zur Verfügung.

Der neue 3er wird breiter aufgestellt

BMW hält beim neuen 3er also bewusst mehrere Türen offen. Der vollelektrische i3 bringt die Technik der Neuen Klasse in die Limousine, während 318 und 320 weiterhin auf hocheffiziente Vierzylinder-Benziner setzen.

Darüber thront der M350 xDrive mit seinem Reihensechszylinder. Ein Plug-in-Hybrid soll im Laufe des kommenden Jahres folgen.

Was kostet der neue BMW 3er?

Beim Preis bleibt BMW zumindest beim Einstieg noch unter der Marke von 50.000 Euro. Der neue BMW 318 startet bei 49.900 Euro. Für den BMW 320 werden mindestens 54.900 Euro fällig. Wer den neuen Reihensechszylinder fahren möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen: Der BMW M350 xDrive kostet ab 80.900 Euro.

zdz,30.09.2026, 00:01
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