Keine Computer-Chips

Produktions-Stopp bei VW – Tausenden droht Kurzarbeit

Volkswagen steht vor einem möglichen Baustopp. Tausenden Mitarbeitern droht Kurzarbeit. Grund dafür sind Engpässe bei Halbleiter.
Newsdesk Heute
21.10.2025, 15:41
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Der deutsche Autobauer Volkswagen steht vor einem möglichen Baustopp für wichtige Modelle. Als Erstes soll voraussichtlich die Golf-Produktion im Stammwerk Wolfsburg gestoppt werden, danach folgt laut Berichten der Tiguan. Grund dafür sind Engpässe bei Halbleiter (Computer-Chips), ausgelöst durch einen internationalen Streit, berichtet "BILD".

Auslöser ist ein Streit um den Chiphersteller Nexperia. Die Niederlande hatte am 30. September auf Druck der USA die Kontrolle über die Firma übernommen, die zum chinesischen Technologiekonzern Wingtech gehört. Daraufhin hatte China den Export von Teilen untersagt und die Chipproduktion bei Nexperia ruht jetzt teilweise.

Von diesem Konflikt ist die gesamte Automobilbranche betroffen. Die Halbleiter von Nexperia werden durch zahlreiche Zulieferer in wichtige Komponenten verbaut, bevor sie an den Hersteller gehen.

Stopp könnte kommende Woche kommen

Aus Konzernkreisen heißt es, dass VW für diese Woche noch ausreichend Material habe. Jedoch könnten die Halbleiter bereits in der kommenden Woche verbaut sein und die Produktion müsste dann gestoppt werden.

Sollte der Engpass anhalten, droht dem größten europäischen Autohersteller eine Produktionskatastrophe mit weitreichenden finanziellen Folgen. Wegen Rückgänge in den Märkten China und den USA sowie hoher Investition in seine Produkte und Technologien muss das Unternehmen hohe Belastungen schultern. VW-Finanzchef hatte kürzlich gewarnt, dass der Autohersteller für das kommende Jahr elf Milliarden Euro benötige.

Kurzarbeit für Mitarbeiter

Vertreter von VW haben bereits mit der Arbeitsagentur Kontakt aufgenommen, um Kurzarbeit für einen Teil der Mitarbeiter zu beantragen. Zunächst wären einige Tausend Beschäftigte betroffen, später könnten Zehntausende Mitarbeiter folgen.

Ein VW-Sprecher betonte gegenüber "BILD", dass die Situation am Halbleitermarkt dauernd analysiert wird. Zudem wird betont, dass Material für kurzfristige Produktionen vorhanden sei.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.10.2025, 16:27, 21.10.2025, 15:41
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