Promi-Wirte und Hoteliers veröffentlichen Protest-Video

In einem YouTube-Video fordern u.a. Birgit und Heinz Reitbauer vom Steirereck, die Haubenköche Andreas Döllerer und Toni Mörwald, sowie Hotelier Florian Weitzer sofortige Öffnungen, um den Kollaps der Branche zu verhindern.
In einem YouTube-Video fordern u.a. Birgit und Heinz Reitbauer vom Steirereck, die Haubenköche Andreas Döllerer und Toni Mörwald, sowie Hotelier Florian Weitzer sofortige Öffnungen, um den Kollaps der Branche zu verhindern.Screenshot/YouTube
In einem Video appellieren bekannte Gastronomen und Hoteliers aus ganz Österreich an die Regierung: "Wir müssen jetzt aufsperren!"

Vier Tage vor Weihnachten, am 20. Dezember, sollen in Wien Hotels und Gastronomie wieder öffnen dürfen. Für viele Lokal-und Hotelbetreiber kommt das zu spät. In einem Video unter dem Hashtag "WirSindMehrAlsRelevant" haben sich nun die bekanntesten Gesichter aus Gastronomie und Hotellerie zusammengetan und fordern von der Regierung sofortige Öffnungen. "250.000 Mitarbeiter:innen, 200.000 zuliefernde Landwirt:innen, 400.000 regionale Handwerksbetriebe sind von der heimischen Gastronomie abhängig. Und wir möchten unsere Funktion als Kitt einer sich spaltenden Gesellschaft nachkommen, und sichere soziale Kontakte ermöglichen", heißt es seitens der Initiative.

Angst vor Kollaps der Branche

Rund 45 Unternehmer melden sich in dem Clip zu Wort. Mit dabei sind unter anderem Birgit und Heinz Reitbauer vom Steirereck. "Wir Gastronomen und Hoteliers kontrollieren und erfassen jede Person die zu uns kommt. Sicherheit für unsere Gäste und Mitarbeiter steht an oberster Stelle. Mit diesen hohen Sicherheits-und Kontrollstandards muss eine Öffnung möglich sein", so die Lokalbesitzer.

Auch Gitti Strolz vom Boutique-Hotel Schmelzhof in Lech (Tirol) äußert sich in dem Video zum derzeitigen Lockdown. "Österreichische Gastronomen sind mehr als 40.000 Arbeitgeber. In allen Bundesländern, in jedem Dorf, auf Bergen und in den tief entlegensten Tälern geben wir jenen Arbeit, die dort leben und auch dort bleiben wollen", so die Hotelbetreiberin. 

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Laut Gastronom Josef Floh hängt besonders das psychische Wohlergehen einer Region von den Wirtshaustischen ab. "Das sind wichtige Treffpunkte zum Streiten, Diskutieren und Versöhnen. Wir sind mehr als relevant." Ähnlich sieht das Winzerin Dorli Murh aus Prellenkirchen (NÖ). "40 Millionen Flaschen österreichischer Wein werden jedes Jahr in der heimischen Gastronomie getrunken. 40.000 österreichische Winzer sind daher existenziell von der heimischen Gastronomie abhängig."

Besonders in einem Punkt sind sich alle Betroffnen einig: Damit künftig kein Personalmangel herrscht, brauchen Lehrlinge und Mitarbeiter eine Perspektive für die Zukunft. Mit dem Video will die Initiative den Kollaps dieser Branche verhindern. 

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