Der Kärntner Händler Roman F. und der Wiener Tierschutzverein (WTV) liegen seit geraumer Zeit im Clinch. Auslöser war ein Beitrag auf der Homepage des Landwirts, in dem er die positiven Auswirkungen des Verzehres von Bärenwurst, die der Händler vertreibt, auf die männliche Potenz zur Diskussion stellte.
Daraufhin schrillten beim Verein von Präsidentin und Ex-Grünen-Politikerin Madeleine Petrovic alle Alarmglocken. Sie zeigten den Landwirt im April 2025 bei der Bezirkshauptmannschaft Villach-Land wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Naturschutzgesetz an.
Berichtet wurde davon seitens des Vereins in einer Aussendung. Doch das Verfahren gegen den Kärntner wurde eingestellt. Die Bärensalami werde in Übereinstimmung mit allen EU-Vorschriften in Slowenien produziert und auch der Verkauf sei damit legal, so das Urteil des Gerichts.
Danach ging der Landwirt in die Offensive und klagte den Tierschutzverein aufgrund deren Behauptung, dass er rechtswidrig mit dem Fleisch von bedrohten Tieren Profit mache. Am Montag muss nun das für den Verein zuständige Landesgericht Wiener Neustadt eine diesbezügliche Entscheidung treffen, berichtet die "Kleine Zeitung".
Von einer Einigung ist man seitens der Streitparteien weit entfernt. Die Tierschützer weisen über ihren Anwalt eine Ehrenbeleidigung entschieden zurück. Gleichzeit wird betont, dass man den Landwirt in der Presseaussendung nicht namentlich genannt habe.
Anders sieht dies der Anwalt des Kärntners. Sein Mandant sei durch die Aussendung sehr wohl identifizierbar gewesen. Er sei mehrfach auf die Causa angesprochen worden und musste sich "gezwungenermaßen rechtfertigen". Der Tierschutzverein soll seine Behauptung widerrufen, da sie unwahr sei, so die Position der klagenden Seite. Der Streitwert in dem Fall liegt bei 35.000 Euro.