Bittere Nachrichten für Paris Saint-Germain: Der französische Meister muss für mehrere Wochen auf gleich drei Stammspieler verzichten. Wie der Klub am Mittwoch mitteilte, erwischte es Achraf Hakimi, Ousmane Dembele und Nuno Mendes beim 1:2 in der Champions League gegen den FC Bayern besonders hart.
Für den größten Aufreger der Partie sorgte Bayern-Star Luis Diaz kurz vor der Halbzeitpause. An der Seitenlinie versuchte Hakimi, einen Angriff einzuleiten, als der Kolumbianer mit einer überharten Grätsche von hinten reingrätschte. Der frühere BVB-Profi schrie vor Schmerzen auf, brach in Tränen aus und musste gestützt vom Feld gebracht werden.
Schiedsrichter Maurizio Mariani zeigte zunächst Gelb, revidierte seine Entscheidung nach Ansicht der TV-Bilder jedoch und schickte Diaz mit Rot vom Platz. TV-Experte Mats Hummels urteilte: "Das ist die klassische südamerikanische Doppelgrätsche – da kann man nicht diskutieren."
Hakimi zog sich dabei laut PSG eine "schwere Verstauchung des linken Knöchels" zu und wird mehrere Wochen ausfallen. Diaz entschuldigte sich nach dem Spiel persönlich beim Marokkaner.
Schon zuvor hatte Trainer Luis Enrique einen Rückschlag hinnehmen müssen: In der 25. Minute musste Ousmane Dembele angeschlagen vom Feld. Der Ballon-d'Or-Gewinner laboriert an einer Verletzung in der linken Wade, auch bei ihm ist mit einer längeren Pause zu rechnen. Ersatzmann Kang-In Lee übernahm im Offensivspiel der Pariser.
Dazu gesellt sich Außenverteidiger Nuno Mendes, der sich eine Verstauchung des linken Knies zuzog. Nach der kommenden Länderspielpause sollen alle drei Verletzungen neu bewertet werden – eine schnelle Rückkehr scheint jedoch unwahrscheinlich.
Sportlich gelang dem FC Bayern trotz Unterzahl ein 2:1-Erfolg, nachdem Diaz die Münchner zuvor mit einem Doppelpack in Führung gebracht hatte (4., 32.). PSG kam nur noch durch Joao Neves (74.) zum Anschlusstreffer. Während die Bayern damit weiter ungeschlagen bleiben, steckt Paris in einer Krise – und nun auch in einem echten Personalnotstand.