Mehr als 15 Energieanlagen in der Ukraine sind in der Nacht auf Samstag zum Ziel russischer Angriffe geworden. Betroffen waren laut Präsident Wolodymyr Selenskyj vor allem Einrichtungen im Westen und im Zentrum des Landes. Moskau wolle damit die Energieversorgung weiter schwächen und die ukrainischen Reserven sowie Reparaturmöglichkeiten an ihre Grenzen bringen.
Das russische Verteidigungsministerium berichtete ebenfalls von großflächigen Angriffen auf ukrainische Infrastruktur. Getroffen worden sei unter anderem das größte Stahlwerk des Landes in Krywyj Rih. Der Betrieb der ArcelorMittal-Anlage war nach mehreren Raketenangriffen seit September bereits eingestellt worden.
Weitere Ziele waren laut Moskau ein Umspannwerk in Schytomyr, ein Stahlwerk in Saporischschja sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer. Letzteres soll Militärgüter für den Hafen von Odessa transportiert haben.
Auch auf russischer Seite gab es Angriffe. In der Region Belgorod kam laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS eine Frau durch ukrainische Drohnen ums Leben.
Kremlchef Wladimir Putin ordnete unterdessen die Ausarbeitung eines Programms zur Instandsetzung beschädigter Handels- und Logistikinfrastruktur an. Das berichtete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den Kreml.