Nach Maduro-Verhaftung

Putin-Vertrauter will jetzt deutschen Kanzler entführen

Mit einer Entführungsfantasie gegen Bundeskanzler Friedrich Merz und scharfen Angriffen auf Europa sorgt Dmitri Medwedew für internationale Empörung.
Newsdesk Heute
04.01.2026, 18:19
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Mit drastischer Rhetorik und offenen Provokationen meldet sich Dmitri Medwedew erneut zu Wort. Der frühere russische Präsident sorgt mit Aussagen über mögliche Entführungen westlicher Politiker für internationale Empörung – und nimmt dabei auch Deutschlands Kanzler Friedrich Merz ins Visier.

Im Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA in Venezuela erklärte Medwedew, er könne sich vergleichbare Aktionen auch gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen. Namentlich nannte er dabei den deutschen Kanzler. In einem Interview mit der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass sagte der heutige Vizevorsitzende des nationalen Sicherheitsrats in Moskau: "Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein."

"Wäre kein Verlust"

Nach Ansicht Medwedews sei ein solches Szenario keineswegs unrealistisch. Er behauptete, es gebe sogar Gründe, Friedrich Merz in Deutschland strafrechtlich zu verfolgen. "Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden."

Der ehemalige Kremlchef, der Russland zwischen 2008 und 2012 führte, tritt seit Jahren als einer der schärfsten Verbalangreifer des Westens auf. Immer wieder fällt Medwedew mit aggressiven Kommentaren gegen die Ukraine, Europa und die USA auf.

Medwedew verteidigt Maduro

In dem Gespräch verteidigte Medwedew auch Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro. Die Behauptung, dieser sei ein illegitimer Präsident, wies er zurück. Vor allem Europa warf er dabei einen "doppelten Standard" vor.

Mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte Medwedew zudem, dass es aus dieser Perspektive "sicherlich besser ist, sich nicht zu entspannen", da dessen Amtszeit formal abgelaufen sei. Selenskyj bleibt allerdings aufgrund der ukrainischen Verfassung während des Kriegszustands weiterhin im Amt.

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