Die Lage im Schwarzen Meer eskaliert immer weiter. Russland hatte zuletzt die Angriffe auf dortige Häfen verstärkt. Nun hat es offenbar einen deutschen Frachter erwischt, der rund 21 Seemeilen von der ukrainischen Stadt Odessa entfernt war.
Laut einem Bericht der "Bild" soll das Schiff "EMIL" von mehreren russischen Drohnen getroffen worden sein. Ein Feuer und der Ausfall mehrerer technischer Systeme waren die Folgen. Da das Schiff manövrierunfähig gewesen sei, musste die Crew evakuiert werden.
Dem Bericht zufolge soll das Schiff zur deutschen Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg-Altona gehören und unter der Flagge Liberias fahren. Unter den Crewmitgliedern hätten sich keine Deutschen gefunden. Im Zuge der Evakuierung sei ein weiterer Angriff erfolgt, Verletzte habe es nicht gegeben.
Bei einem weiteren Angriff am Mittwoch auf ein anderes Schiff im Schwarzen Meer war jedoch ein Todesfall zu beklagen. Demnach sollen die Russen das Getreidefrachtschiff "Mera Queen" attackiert haben. Dabei starb ein Crewmitglied.
Unterdessen hatte das Verteidigungsministerium in Moskau die Angriffe auf zwei Frachtschiffe am Mittwoch bestätigt. Dabei wurden jedoch weder Namen noch Herkunftsländer der Schiffe genannt.
Dafür wurde ein Grund für die Angriffe verraten: Laut den Russen hätte man die Schiffe ins Visier genommen, da sie angeblich Rüstungsgüter für das ukrainische Militär transportiert hätten.