Verzögerungen am 1. Mai

Radfahrer-Demo fordert Tempo 30 am Wiener Gürtel

Am Freitag, den 1. Mai, rollen Hunderte Radfahrer durch Wien und über den Gürtel: Eine Demo fordert mehr Platz, Tempo 30 und bessere Radwege.
Wien Heute
27.04.2026, 13:29
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Am 1. Mai gehört der Gürtel den Radfahrern: Beim 5. Gürtel Bike Ride fordern Aktivisten eine gerechtere Aufteilung des Straßenraums, sowie Tempo 30 am Gürtel. Start ist um 17.30 Uhr beim Votivpark, gefahren wird quer über den Gürtel. Abgesichert wird die Fahrt von der Polizei.

Weniger Autos, mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger

Organisiert wird die Demo von Radeln For Future und Parents For Future mit Unterstützung von GÜRTEL LIEBE. Ihr Ziel ist klar: weniger Autos, mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger. Auch Autofahrer müssen sich am Freitag umstellen – sie werden umgeleitet.

Treffpunkt ist um 17 Uhr beim Votivpark, ab 17.30 Uhr wird losgeradelt. Route: Landesgerichtsstraße – Neustiftgasse – Gürtel bis zur Gürtelbrücke – Wendepunkt – Gürtel bis zur Schönbrunner Straße – Wendepunkt – Gürtel bis zur Burggasse – Ring

Im Zentrum steht die Forderung nach einem durchgehenden Radschnellweg entlang des Gürtels. "Derzeit ist der Radweg am Gürtel nicht durchgängig und dort, wo es einen gibt, muss man mehrmals die Seite wechseln. Menschen, die aktiv klimafreundlich unterwegs sein wollen, sollten dabei durch eine gute Infrastruktur unterstützt werden", sagt Initiatorin Judith Brocza.

Ein solcher Ausbau könnte laut den Initiativen mehrere Probleme gleichzeitig lösen: weniger Stau, Entlastung der U6 und mehr Sicherheit für Fußgänger durch klar getrennte Verkehrsflächen.

Anrainer wollen Tempo 30 am Gürtel

Auch die Anrainer melden sich zu Wort. Sie fordern zusätzlich Tempo 30 am Gürtel. "Aus Verkehrsstudien ist bekannt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit in Wien bei 25 km/h liegt. Eine Temporeduktion auf 30 km/h am Gürtel bedeutet primär, dass das punktuelle Rasen bekämpft wird, gleichmäßiger gefahren werden muss und nicht unbedingt insgesamt langsamer", erklärt Anrainer Clemens Schneider.

Die Auswirkungen wären deutlich spürbar: weniger Lärm, bessere Luft und mehr Lebensqualität. "Für uns wäre das eine enorme Steigerung an Lebensqualität", so Schneider.

Gürtel als "Verkehrshölle"

Auch historisch hätte der Gürtel ganz anders aussehen sollen. "Die Stadtpolitik hat es jahrzehntelang verabsäumt, das wunderbare Potenzial des Gürtels zu gestalten und hat ihn stattdessen zu einer Verkehrshölle verkommen lassen", berichtet Schneider.

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