Die Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben erneut den Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen. Militärsprecher Jahja Sari erklärte, eine Rakete habe das Flughafengelände direkt getroffen. Die vom Iran unterstützten Rebellen warnten zugleich Reisende, Fluggesellschaften und deren Mitarbeiter davor, den saudischen Luftraum zu nutzen. Dieser sei vor weiteren Angriffen nicht sicher.
Währenddessen halten die schweren Kämpfe im Jemen an. Besonders um die strategisch wichtige Stadt Tais liefern sich die Huthis Gefechte mit Regierungstruppen, die von Saudi-Arabien und verbündeten Milizen unterstützt werden. Auch die südliche Küstenstadt Aden, in der die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat, wird von den Rebellen angegriffen.
In Tais spitzt sich die humanitäre Krise weiter zu. Die Stadt ist seit Wochen erneut von den Huthis eingekesselt. Lebensmittel, Trinkwasser und andere wichtige Güter werden knapp. In den Krankenhäusern fehlen Medikamente und Treibstoff. Laut einem UNO-Sprecher verhindern gesperrte Straßen die Versorgung durch Hilfsorganisationen.
Dem Roten Kreuz gelang es dennoch, vier Lastwagen mit dringend benötigten medizinischen Hilfsgütern nach Tais zu bringen. Landesweit sind die Krankenhäuser durch den Krieg überlastet. Nach Angaben von Hilfsorganisationen haben rund 800.000 Menschen keinen Zugang mehr zu lebenswichtiger Unterstützung.