Wegen Harry Kane

Rangnick übt Kritik an Bayern: "Wie ein Casinobesuch!"

Ralf Rangnick gab den Bayern im Vorjahr einen Korb. Jetzt kritisiert der ÖFB-Teamchef die Transfer-Politik des Fußball-Giganten scharf.
Sport Heute
23.06.2025, 21:46
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ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat den Mega-Transfer von Harry Kane zum FC Bayern scharf kritisiert. In einem Interview mit der spanischen Zeitung "Sport" stellte der Deutsche klar: Seine Philosophie sei eine völlig andere.

"Ich sage nicht, dass es keine gute Verpflichtung war", schickte Rangnick voraus – um dann hart nachzulegen. Einen Spieler für rund 100 Millionen Euro zu holen, sei "wie eine Wette im Casino – man setzt 130 Millionen auf Rot oder Weiß". Der englische Stürmer war 2023 von Tottenham nach München gewechselt und ist seither der Rekordtransfer der Bayern.

Rangnick sieht in solchen Deals ein enormes Risiko: "Das Geld bekommt man nie mehr zurück. Und wenn man Pech hat, ist der Spieler nach ein, zwei Jahren nicht einmal mehr zu gebrauchen."

Sein Zugang sei ein anderer: "Ein Harry Kane hätte mit 18 oder 20 zu Bayern wechseln müssen – und dann möglichst lange bleiben." Große Summen würde der Teamchef lieber in junge Spieler investieren. "Egal wie man es dreht und wendet – das ist das einzig Sinnvolle", so der 65-Jährige, der selbst vor einem Jahr als Bayern-Trainer gehandelt wurde.

Rückblick: Bayern baggerten – im Frühjahr 2024

Im April 2024 warfen die Münchner die Angel nach Rangnick aus: Der FC Bayern nahm offiziell Kontakt zum ÖFB-Teamchef auf – und legte ihm sogar ein konkretes Angebot vor, das ihn für zwei Jahre verpflichten sollte.

Rangnick bestätigte öffentlich, dass das Interesse bestand und er den ÖFB informiert habe. Dass so ein Angebot erzählt werden könnte, führte zu "schlaflosen Nächten", so Rangnick selbst. Am 2. Mai 2024 folgte die endgültige Absage: Er bleibt Nationaltrainer und verzichtet auf den Bayern-Job.

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