Am Sonntag (13 Uhr) wird in der Generali Arena Geschichte geschrieben! Zum ersten Mal kommt es in der Frauen-Bundesliga zum großen Wien-Derby Austria gegen Rapid.
"Langsam beginnt das Kribbeln, die Aufregung. Man kann nicht abstreiten, dass es ein besonderes Duell ist", gesteht Sandrina Haupt, die grün-weiße Kapitänin, im "Heute"-Gespräch. "Das liegt sicher auch daran, dass es ein Stadionspiel ist – für uns Frauen leider immer noch die Ausnahme."
Wermutstropfen: Die Rapidlerinnen müssen auf Fans verzichten – eine Folge der jüngsten Randale bei den Herren-Derbys. "Für uns ist es dennoch ein Highlight. So wie jedes Match in unserer Premierensaison."
Sechs Zähler holten die Aufsteigerinnen in sieben Runden. Jetzt müssen sie zum Meister. "Es ist durchwachsen. Man kann zufrieden sein, dass wir schon gepunktet haben. Wir konnten über weite Strecken zeigen, dass wir mithalten können. Aber trotzdem muss man sagen, dass uns eine gewisse Konstanz fehlt, um uns selbst zu belohnen. Die Spiele waren alle eng."
Das Ziel gegen die Austria? "Mir ist wichtig, dass wir nach dem Abpfiff sagen können, dass wir gekämpft und bis zur letzten Minute alles gegeben haben. Dann können wir stolz auf uns sein."
Als Kapitänin ist Haupt freilich auch für die Kabinenansprache vor dem Match zuständig. "Es kommen spontane Worte aus dem Herzen, aber einiges lege ich mir schon im Vorfeld zurecht. Es ist eine gute Mischung."
Derby-Tipps könnte Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann geben – er kickte selbst 48 Mal gegen die Austria. "Noch hat er nichts erzählt, aber er kommt regelmäßig vorbei und schaut, wie es uns geht."