Rapids Djuricin: "Nicht den Blödsinn vom letzten Jahr"

Rapid Wien startet heute mit Leistungstests in die neue Saison. Die Fans wollen, dass es aufwärts geht. Cheftrainer Goran Djuricin wagt einen Ausblick.

"Gogo" Djuricin startet heute in seine erste Vorbereitung als Cheftrainer von Rapid Wien. "Mein Akku ist voll", sagt er.

Der Fahrplan: Vom 28. Juni bis 5. Juli findet ein Trainingslager in Windischgarsten (Oberösterreich) statt. Auch Testspiele sind fixiert: 24. Juni in Traiskirchen (18 Uhr), 28. Juni gegen Strudgenau-Auswahl in Grein/Donau (18.30 Uhr), 1. Juli gegen Celtic in Amstetten (17 Uhr.)

Was dürfen die Fans von Rapid erwarten? In der "Krone" sprach Djuricin über Sitzenbleiber im Kader, fehlende Fitness und die Mission 33

Sein "Abschalt"-Problem im Urlaub

"Ohne Fußball geht's nicht, ich war ständig mit Fredy (Anm.: Sportchef Bickel) in Kontakt. Ich habe ja keinen normalen Job, das ist meine Leidenschaft, eine Berufung. Aber ich war mit Freunden und Familie unterwegs. Auch in der Therme. Mein Akku ist voll."

Die Drucksituation als fixer Cheftrainer Rapids

"Es wird nicht schlechter oder besser als früher. Aber der Schutz, nur Interimstrainer zu sein, fällt weg. Ich werde an den Ergebnissen gemessen. Aber wir sind sehr gut vorbereitet."

Seine Trainingsschwerpunkte in der Vorbereitung

"Ich bin kein Freund vom Laufen. Aber intensive Läufe wird's geben. 80 Prozent wird der Ball dabei sein. Wir müssen körperlicher, robuster werden, unser Spiel noch laufintensiver. Wir werden am Gegenpressing arbeiten, um den Ball schnell zu erobern, wenn der Gegner am Unorganisiertesten ist."

Den Zustand des Teams in der letzten Saison

"Wir waren nicht am fittesten Stand. Da kann man nicht nur einem die Schuld geben. Aber jeder Trainer hat eine andere Philosophie, ohne Kontinuität kannst du nicht bei 100 Prozent sein. Dazu die vielen Verletzten."

Seinen Umgang mit den "Sitzenbleibern" im Rapid-Kader

"Ich bin fair und ehrlich zu den Spielern, werde jedem meine Bedenken sagen, wenn ich glaube, dass er bei Rapid kein Leiberl mehr hat. Letztlich müssen die Spieler entscheiden. Sie sind nicht dumm, haben das Gespür, um zu merken, wenn es besser ist zu gehen. Aber bei mir wird keiner alleine Runden drehen. Sie haben Vertrag. Jeder hat das Recht zu trainieren, keiner wird ausgeschlossen werden."

Die fehlende Geschwindigkeit in Rapids Spiel

"Wir wollen einen schnellen linken Verteidiger holen, das wäre ein Mosaikstein. Zaubern können wir nicht, aber ich kann's im Training steuern. Schaub oder Murg sind mit Ball schnell. Wenn man den Ball nicht erst in der eigenen Hälfte erobert, sondern 30 Meter vorm gegnerischen Tor, dann braucht man keinen Sprinter."

Über Kampfansagen und die Mission 33

"Ich bin nur der Taktgeber. Die Ziele bespreche ich mit der Mannschaft, sie müssen es ja mittragen. Wir machen jetzt sicher nicht nochmals den Blödsinn vom letzten Jahr und sagen, dass wir Meister werden wollen. Ich bin kein Träumer. Die Top 3 sind für uns realistisch, das heißt ja nicht, dass man nicht Meister werden will." (mh)

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