Raser-Opfer (22) hatte 2015 den Krebs besiegt

Ein 27-Jähriger hat in Südtirol in der Nacht auf Sonntag sechs junge Touristen aus Deutschland zu Tode gefahren und mehrere Menschen verletzt.
In Südtirol ist in der Nacht auf Sonntag ein 27-jähriger Mann in eine Reisegruppe von Studenten gerast. Der Lenker soll mit 1,97 Promille schwer betrunken gewesen sein, als es zum tragischen Unfall kam. Sechs Menschen starben sofort, bis zu zwölf Menschen wurden verletzt, drei bis vier davon schwer. Zwei Menschen schweben noch immer in Lebensgefahr.

Unter den Todesopfern sind drei Männer und drei Frauen. Unter ihnen ist eine Studentin aus Wuppertal, die vor einigen Jahren Lymphdrüsenkrebs besiegt hat, wie die "Bild" berichtet. "Ab heute keine Tabletten mehr! Nie wieder Kortison. Ich feier diesen Tag gerade so!", schrieb sie 2015 in ihrem Blog.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Inzwischen sind die ersten Angehörigen und der deutsche Botschafter im Ahrntal eingetroffen. Die Leichen wurden bereits freigegeben. Da die Todesursache klar sei, habe man keine Autopsie angeordnet, so die Staatsanwaltsschaft Bozen. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen umgehend auf und hat noch am Sonntagvormittag einen Augenschein an der Unfallstelle vorgenommen.

Dem Autofahrer dürfte eine Anklage wegen "Mord im Straßenverkehr" und damit bis zu zwölf Jahre Freiheitsstrafe drohen. Die Polizei geht von einem Unfall und nicht von einer absichtlichen Tat aus. Laut italienischen Medien soll er in die Psychiatrie eingewiesen worden sein, es könnte Suizidgefahr bestehen.



Am Unfallort wurden Kerzen niedergelegt. In einer Beileidsbekundung heißt es: "Wir sind fassungslos und erschüttert, dass unsere lieben jungen Freunde aus Deutschland aus dem Leben gerissen wurden. Das Leid der vielen Verletzten und aller Angehörigen macht uns zutiefst betroffen. Ihr sollt wissen, dass viele Menschen in Trauer mit euch verbunden sind. Mit stillem Gruß."

Helmut Abfalterer von der Freiwilligen Feuerwehr Luttach war einer der ersten Feuerwehrleute am Unglücksort. Gegenüber der "Tageszeitung Online" sagt er: "Es hat ausgesehen wie auf einem Schlachtfeld." Er und sein Team seien kurz nach 1 Uhr verständigt worden. Anfangs hieß es: "Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen." Erst als sie am Unfallort eingetroffen seien, habe sich "das wahnsinnige Ausmaß dieser Katastrophe" gezeigt.



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