Der Auswärtssieg der Red Bull Juniors in Gröden ist von einem Rassismus-Vorfall überschattet worden. Beim Viertelfinalspiel der Alps Hockey League wurde Salzburg-Verteidiger Moussa Hackert von der Tribüne aus rassistisch beleidigt.
Der HC Gherdeina reagierte unmittelbar nach Spielende und entschuldigte sich beim Spieler. In einer Stellungnahme hieß es wörtlich: "Wir entschuldigen uns beim betroffenen Spieler für dieses inakzeptable Verhalten. Denn Eishockey ist ein Sport, der alle willkommen heißt. Rassismus hat weder in der Gesellschaft noch im Eishockey einen Platz."
Gleichzeitig kündigte der Klub an, alles zu unternehmen, um die Verantwortlichen ausfindig zu machen.
Hackert ist ein 17-jähriges Salzburg-Talent, bereits seit 2022 in der Bullen-Akademie. Heuer stand der Verteidiger mit Pässen aus Deutschland und Mali erstmals im Kader der Alps-Mannschaft. Auf Nationen-Ebene ist er deutscher Nachwuchs-Teamspieler.
Auch die Liga wurde aktiv. Laut Alps Hockey League wurde der Vorfall im offiziellen Bericht des Spiel-Supervisors festgehalten und vom Heimteam bestätigt. Der Fall liegt bereits bei der zuständigen Rechtskommission. Hinweise deuten darauf hin, dass es im Grödner Stadion Pranives schon zuvor ähnliche Zwischenfälle gegeben haben könnte.