Niederösterreich

Rauchverbot im Garten bringt Wirt vor Wut zum Qualmen

Mit der Ärztekammer-Forderung nach einem Rauchverbot in Gastgärten kann Wirt Jochen Weindl null anfangen: "Die sollen sich um echte Probleme kümmern."

Wutwirt Jochen Weindl, Chef von WieMex in Spillern
Wutwirt Jochen Weindl, Chef von WieMex in Spillern
privat

Die Forderung von Ärztekammer Wien-Vize Erik Randall Huber nach einem Rauchverbot in Schanigärten lässt Kultwirt Jochen Weindl (41) aus Spillern (Bezirk Korneuburg) vor Wut kochen. „Der Herr Vizepräsident soll sich bitte um seine Belange kümmern und uns nicht mit seinen geistigen Ergüssen belehren. Ich habe zum Beispiel einen lieben Stammgast mit einer Zyste im Bauch ohne Aussicht auf eine Operation“, so der Chef des Lokals „WieMex“ in Spillern.

"Wartezeiten in Spital ist ein Problem"

Alarmierend seien vor allem die Wartezeiten auf Eingriffe und Routineoperationen und die Gesamtsituation in den heimischen Kliniken und nicht die 21 % der rauchenden Wiener - mehr dazu hier.

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    Wirt Jochen Weindl (41), Chef von WieMex in Spillern
    Wirt Jochen Weindl (41), Chef von WieMex in Spillern
    privat

    Das Rauchverbot im Lokal findet der Weinviertler Gastronom indes absolut in Ordnung: „Weil da schützenswerte Personen, wie Kinder, sind. Aber ich finde ein Rauchverbot in Nachtklubs schon falsch. Denn jeder Gast, der in eine Bar oder Nachtklub geht, ist mündig genug. Das sollte der Betreiber entscheiden und sonst keiner."

    "Vergleich mit Ausland passt nicht"

    Dass aber künftig vielleicht seine Gäste auf der Straße rauchen müssen, findet Jochen Weindl ganz schlecht: „Wir sind ja auch verantwortlich, wenn dann Lärm vor dem Lokal ist. Und der ständige Vergleich mit dem Ausland hatscht. Die haben meist nicht so strenge Betriebsanlagenvorschriften. Siehe zum Beispiel Italien." Zudem würden rauchende Gäste laut Jochen Weindl einfach mehr konsumieren.

    Der 41-Jährige war im Wirthaus groß geworden, machte schon seine Hausübungen im Gasthaus seiner Eltern, beschäftigt vier Mitarbeiter und steht rund um die Uhr im Lokal: "Ich mache alles. Kellner, Koch, Putzen - es gibt keine schlechten Arbeiten, nur schlecht gemachte Arbeiten."

    Die Personalsituation sei generell schwer in der Gastro, Weindl selbst habe weniger Probleme: "Man muss seine Mitarbeiter halt anständig behandeln. Mein Koch hat ein kleines Kind, ich habe Kinder - aber wenn man redet und Rücksicht nimmt, dann funktioniert das."

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