Eklat beim Champions-League-Playoff zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon! Noch vor dem Anpfiff der Partie im Santiago Bernabéu (2:1) musste ein Zuschauer wegen einer Nazi-Geste aus dem Stadion entfernt werden.
Kurz vor Spielbeginn war über der Fankurve der "Königlichen" ein großes Banner mit der Aufschrift "No al racismo" („Nein zu Rassismus“) zu sehen. Offenbar fühlte sich ein Anhänger davon provoziert, und zeigte mehrfach den Hitlergruß. Laut einer offiziellen Mitteilung von Real Madrid war die Szene live im Fernsehen zu sehen. Sicherheitskräfte identifizierten den Mann daraufhin und führten ihn umgehend aus dem Stadion. Gegen ihn wurde ein Stadionverbot-Verfahren eingeleitet.
Der Klub bezog klar Stellung: "Real Madrid verurteilt solche Gesten und Äußerungen, die zu Gewalt und Hass im Sport und in der Gesellschaft aufrufen", hieß es in der Erklärung.
Die Partie stand ohnehin unter besonderer Beobachtung. Im Hinspiel in Lissabon war es zu einem Rassismus-Vorwurf gekommen: Benfica-Spieler Gianluca Prestianni soll Vinícius Júnior beleidigt haben. Der Argentinier hielt sich dabei das Trikot vor den Mund, woraufhin der Schiedsrichter die Begegnung unterbrach und mit gekreuzten Armen das Anti-Rassismus-Protokoll der Uefa aktivierte. Die Uefa verhängte anschließend eine vorläufige Sperre gegen Prestianni.
Im Rückspiel setzten die Real-Fans mit dem Banner ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung, während Benfica-Anhänger den Brasilianer bei jeder Ballberührung auspfiffen. Sportlich behielt Vinícius jedoch die Oberhand: Wie schon im Hinspiel traf er auch im Bernabéu, und ebnete Real damit den Weg ins Achtelfinale.