Welt

Rechts-Politikerin schreddert jetzt DIESES Putin-Foto

Die französische rechtsextreme Politikerin Marine Le Pen lässt jetzt 1,2 Millionen Broschüren mit DIESEM Foto vernichten. Das ist der Grund:
Nikolaus Pichler
01.03.2022, 16:42

Die rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen (53) lässt Wahlbroschüren vernichten, in denen sie an der Seite des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehen ist. Offiziell sei ein Rechtschreibfehler der Grund, berichtete die Zeitung "Libération" am Dienstag. Dieser Fehler sei allerdings nicht zu finden gewesen. Wahrscheinlich sei eher das unter den aktuellen Umständen besonders peinliche Foto mit Putin der Auslöser gewesen, berichtet die Zeitung.

Laut dem Artikel des französischen Mediums kommen nun 1,2 Millionen Wahlkampfbroschüren in den Schredder. 

KRIEG IN DER UKRAINE: Der Live-Ticker

Marine Le Pen: "Krim gehört niemals zur Ukraine"

Le Pen reiste vier Wochen vor der Präsidentschaftswahl 2017 nach Moskau. Dort nahm Putin die Politikerin in Empfang. Putin stehe für "eine neue multipolare Vision der Welt", sagte Le Pen damals. Mit Blick auf die Ukraine teile sie die Ansicht Putins. "Die Krim gehörte niemals zur Ukraine", hatte Le Pen damals in einem Interview mit einer russischen Zeitung gesagt.

Le Pen führte bis zum Jahr 2021 die rechtsextreme "Rassemblement National"-Partei (vormals Front National) an. Im vergangenen September gab die 53-Jährige den Vorsitz auf, um sich der Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im heurigen April zu widmen. 

Weitere Kandidaten stehen in der Kritik

Neben Le Pen sind auch weitere französische Präsidentschaftskandidaten wegen ihrer Nähe zu Putin in Bedrängnis geraten, insbesondere der rechtsextreme Politiker Eric Zemmour und der linkspopulistische Kandidat Jean-Luc Mélenchon.

Amtsinhaber Emmanuel Macron, der noch bis Freitagabend Zeit hat, seine Kandidatur zu erklären, ist seit Beginn des Ukraine-Krieges in den Umfragen bis auf 28 Prozent gestiegen.

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