Regel-Trick: Barca-Plan für Neymar-Deal im Sommer

Neymar vor dem Sprung nach Barcelona?
Neymar vor dem Sprung nach Barcelona?Bild: imago images
Die endlose Geschichte um eine Rückkehr von Neymar nach Barcelona bekommt ein weiteres Kapitel. Ein Regel-Trick könnte den Deal im Sommer ohne Ablösesumme ermöglichen.
2017 war der brasilianische Star-Fußballer für die Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro von Barca zu Scheich-Klub Paris St.-Germain gewechselt.

In Paris war der 28-jährige Offensivspieler aber nicht glücklich geworden, wollte zurück nach Spanien. Und Barca wollte ihn zurückholen. Eine Rückkehr scheiterte bis jetzt immer am Nein der Franzosen.

Doch in diesem Sommer könnte es soweit sein. Der Artikel 17 der FIFA-Statuten macht es möglich. Dieser Passus besagt, dass Fußballspieler bis 28 Jahren nach drei Jahren bei einem Verein die Möglichkeit haben, ohne Angabe von Gründen ihren Vertrag zu kündigen. Bei älteren Spielern sind es gar nur zwei Jahre.



Barca sei nun bereit, diese Regel in Anspruch zu nehmen, berichtet ESPN. Der brasilianische Offensivspieler müsste demnach innerhalb von 15 Tagen nach dem letzten Pflichtspiel der Saison PSG über den Wechsel informieren. Sollten sich Barca und die Franzosen daraufhin nicht einigen können, würde die FIFA die Freigabe erteilen, allerdings auch eine Strafzahlung anordnen. Der Sportgerichtshof CAS hat dann das letzte Wort.

Bekannt wurde diese Regel 2006 als das "Webster-Urteil". Der damalige schottische Teamspieler Andy Webster erzwang so seinen Wechsel von Hearts of Midlothian zu Wigan Athletic. Der CAS sprach dann eine Strafzahlung von 150.000 Euro aus.

Eigentlich gibt es im Fußball ein Gentlemen?s Agreement, dass dieser Passus nicht aktiviert wird. Doch Katalanen-Boss Josep Bartomeu möchte dieses Abkommen nun brechen. Dafür wurde mit Wouter Lambrecht ein Spezialist als Anwalt geholt.



Klar ist dann nur: Neymar und Barcelona werden um eine saftige Strafzahlung nicht herumkommen. Als 2008 der Brasilianer Matuzalem von Schachtjor Donezk nach Saragossa wechseln wollte, wurde die Strafe auf 11,8 Millionen Euro angesetzt. Bestehend aus dem letzten Jahresgehalt des Brasilianers und der Zahlung an Schachtjor für einen vergleichbaren Ersatz.

Sollte Barca diese Summe dann nicht aufbringen können oder wollen, könnten die Katalanen eine Transfer-Sperre ausfassen und Neymar gesperrt werden.

Da könnte es womöglich einfacher sein, die vom Scheich-Klub verlangten 150 Millionen Euro für Neymar zu überweisen.



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