Deutschland könnte schon bald eine neue Regierung haben. Zuletzt konnten die Union (CDU/CSU) und die SPD in Sondierungen wichtige Eckpfeiler für eine mögliche künftige Regierungszusammenarbeit abstecken. Ab Donnerstag geht es dann offiziell in Koalitionsverhandlungen. Wie auch in Österreich wird das Regierungspapier in Untergruppen ausverhandelt. Der designierte Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz drängt auf einen raschen Abschluss – er will eine neue Regierung bis Ostern, also Mitte April.
Die insgesamt 16 Untergruppen, in denen beide Verhandlungspartner durch je eine Person vertreten sind, haben nun zehn Tage Zeit für ihre Beratungen. Danach werden die Ergebnisse in einer Verhandlungsgruppe, der neben Merz auch CSU-Chef Markus Söder und die beiden SPD-Größen Lars Klingbeil und Saskia Esken angehören werden.
Wenn ein Entwurf für einen Koalitionsvertrag steht, muss dieser noch von den drei beteiligten Parteien abgesegnet werden. Die SPD will dazu ihre Mitglieder befragen.