Ein Jahr schon regiert Rot-Grün im Burgenland. Diese Woche bilanzierte die Koalition ihre bisherige Arbeit. "Unser wichtigstes Ziel ist es, das Leben der Menschen konkret zu verbessern", sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Aus dem Regierungsprogramm, dem 'Zukunftsplan Burgenland 2030', seien bereits 146 Maßnahmen verwirklicht, heißt es, "weitere 270 sind bereits in Umsetzung", so Doskozil.
Gesundheit bleibt bis 2030 zentrales Thema. Ziel ist die wohnortnahe "Spitzenmedizin": Aufbau der Herzchirurgie Oberwart, Fünf-Spitäler-Garantie inklusive Errichtung der Klinik Gols, Kampf gegen Ärztemangel, Etablierung einer Privat-Universität für Medizin.
Auch die Anlaufstelle für ME/CFS-Betroffene am Standort Bad Tatzmannsdorf wird einen Testbetrieb mit einer Pilotgruppe aufnehmen.
"Projekt Tomorrow" ist die Ausbauoffensive von erneuerbarer Energie, es werden neue Speicherkapazitäten geschaffen und die PV- und Windkraft-Offensive wird verstärkt.
Jobs: 2025 wurden 4.400 Arbeitsplätze gesichert und 300 neu geschaffen, 18,7 Mio. Euro an Landesförderungen vergeben.
Beitragsfreier Ganzjahreskindergarten: Die Reform ermöglicht eine Garantie kostenloser Betreuung ohne Schließtage im Burgenland. Auch das Modell der Lerncamps wurde weiterentwickelt.
Stolz ist die Regierung auch über die "größte Pflegeoffensive in der burgenländischen Geschichte": Ende 2026 sind voraussichtlich 17 Pflegestützpunkte in Betrieb, es soll der Bau für elf weitere Stützpunkte starten. Stand jetzt gibt es 395 aktive Anstellungen pflegender Angehöriger, insgesamt bereits 761.
Das Burgenland ist das Bundesland mit der geringsten Arbeitslosenquote unter ausländischen Staatsangehörigen. Seit Anfang 2025 werden Asylwerber in der Grundversorgung zu freiwilligen gemeinnützigen Tätigkeiten in den Gemeinden oder der Baudirektion verpflichtet. Außerdem gilt die Aufnahme von maximal 330 Personen pro Jahr in die Grundversorgung;
Niedrigste Armutsquote Österreichs: Das Burgenland weist mit 6,4 Prozent die niedrigste Armutsgefährdung in Österreich auf (österreichweit: 16,9 Prozent armuts- oder ausgrenzungsgefährdet).