Die USA stecken in der längsten Haushaltssperre ihrer Geschichte. Seit mittlerweile 36 Tagen steht der Regierungsbetrieb in weiten Teilen still – länger als jemals zuvor.
Der "Shutdown" trat am 1. Oktober in Kraft, nachdem sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht auf einen Übergangshaushalt einigen konnten. Damit wiederholt sich ein bekanntes Muster: Schon in der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump kam es zwischen Dezember 2018 und Jänner 2019 zu einer 35-tägigen Blockade – die nun übertroffen wurde.
Hunderttausende Bundesangestellte wurden in den Zwangsurlaub geschickt oder arbeiten ohne Bezahlung. Ein Ende der Ausgabensperre ist erst möglich, wenn sich beide Parteien auf ein Budget einigen.
Die Demokraten verlangen in den laufenden Gesprächen zusätzliche Mittel für die Gesundheitsversorgung sozial schwächerer Bevölkerungsschichten. Trotz des Stillstands gibt es leichte Anzeichen für Bewegung: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, John Thune, zeigte sich am Montag "optimistisch", dass bis Ende der Woche ein Kompromiss gefunden werden könne.