"... And so it begins!", schreibt Trump am Dienstagabend (Ortszeit). Was genau er damit meint, ist nicht klar, aber es wird vermutet, dass er damit auf die demokratischen Gewinne in Virginia, New Jersey und bei der Bürgermeisterwahl in New York Bezug nimmt.
Eine Stunde zuvor schrieb er auf Truth Social Anweisungen für seine Parteikollegen. "Schafft den Filibuster ab!", schreibt er etwa. Damit gemeint ist die Möglichkeit eines Parlamentariers, durch lange Reden Debatten zu verzögern. Er fand auch schon Gründe für die Niederlagen: "Trump war nicht auf dem Stimmzettel, und der Shutdown waren die beiden Gründe, warum die Republikaner heute Abend die Wahlen verloren haben, sagen Meinungsforscher."
Barack Obama gratulierte allen Siegern. "Das zeigt uns, dass wir gewinnen können, wenn wir uns hinter starken, zukunftsorientierten Führungskräften versammeln, denen die wichtigen Themen am Herzen liegen.", schreibt er auf X. Der frühere US-Präsident fügt an: "Wir haben noch viel zu tun, aber die Zukunft sieht ein bisschen besser aus."
Senator Bernie Sanders, der Mamdani in seinem Wahlkampf unterstützt hatte, schreibt: "Begonnen hat Mamdani mit einem Prozent in den Umfragen und nun hat er es zu einer der größten politischen Überraschungen in der modernen amerikanischen Geschichte geschafft."
"Wir können eine Regierung aufbauen, die die Arbeiterklasse repräsentiert und nicht die 1 Prozent", fügt der sozialistische Politiker an.
Auch Alexandria Ocasio-Cortez, die sich bereits vor Mamdanis rasantem Aufstieg als Zukunft der demokratischen Partei positionierte, reagierte auf die Siege. Allerdings nur kurz und knapp: Sie postete lediglich ein Emoji der Freiheitsstatue.
Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien, der sich wohl als Präsidentschaftskandidat für die Wahlen in 2028 positionieren möchte, hat ebenfalls reagiert. Mit einer Änderung der Wahldistrikte hat er am Dienstag zum vierten Sieg für die Demokraten beigetragen. "Heute hat Kalifornien eine mächtige Botschaft an Trump gesendet", sagt er in einer Rede. "Wir werden für unsere Demokratie kämpfen. Und wir werden gewinnen."
20 Minuten später postete der Gouverneur ein Wrestling-Video, das so modifiziert wurde, dass es aussieht, als würden demokratische Politiker Trump und andere Republikaner verprügeln. "Das nennen wir einen Takedown", schreibt er dazu.
Die jeweiligen Gegner der Sieger haben sich seit ihrer Niederlage auf Social Media noch nicht zu Wort gemeldet. Auch von anderen republikanischen Politikern, wie zum Beispiel Mike Johnson, der Anführer der Republikaner im Kongress, oder John Thune, der republikanische Anführer im Senat, herrscht bisher Stille.