Angesichts des Höhenflugs versuchen Bergbauunternehmen die Produktion von Gold stark zu steigern. Nach dem Rekordwert am Montag hat der Goldpreis den Sprung über die 5.300 Euro Marke geschafft. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Laut den Analysten der Deutschen Bank ist es denkbar, dass Gold 2026 über 6.000 Dollar steigt.
Allein im Vorjahr wurden 16,5 Milliarden Dollar in die Exploration investiert. Deshalb werden nun längst stillgelegte Minen wieder reaktiviert, das ist ein Anstieg von elf Prozent im Vergleich zu 2024, berichtete das "Wall Street Journal".
Die erste unterirdische Goldmine wurde nahe Johannesburg im Oktober mit Qala Shallows in Südafrika seit 15 Jahren neu in Betrieb genommen. Dort hatten viele Jahre Goldschürfer in Eigeninitiative nach dem wertvollen Metall gegraben. Das weltweit größte Goldminenunternehmen, Newmont, hatte ebenfalls im Oktober die kommerzielle Produktion in der Ahafo-Nord-Mine in Ghana gestartet.
Das zweitgrößte Goldunternehmen der Welt, Barrick, plant laut Wall Street Journal noch in diesem Jahr mit der Entwicklung seiner unterirdischen Mine in Fourmille im US-Bundesstaat Nevada. Auch in Westaustralien erlebt der Goldabbau eine Renaissance: Eine im Jahr 1918 stillgelegte Goldmine wurde wiederbelebt. Great Fingall war 1905 eine der bedeutendsten Goldminen der Region.