Zwei Vorfälle innerhalb weniger Tage bringen einen 19-jährigen Innsbrucker vor das Landesgericht. Dem Grundwehrdiener werden Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Nötigung vorgeworfen. Ihm droht ein Jahr Haft.
Der erste Vorfall soll sich laut "Tiroler Tageszeitung" im April bei einer Schießübung in Hochfilzen ereignet haben. Im Wartebereich eines Scharfschießens nahm der 19-Jährige laut Anklage seine Dienstpistole aus dem Holster.
Den Lauf der Glock soll er anschließend gegen die Schulter eines anderen Grundwehrdieners gerichtet haben. Danach repetierte der Rekrut die Pistole, berichtet die "Tiroler Tageszeitung".
Dabei fiel eine Patrone auf den Boden. Laut Staatsanwaltschaft soll der 19-Jährige selbst überrascht gewesen sein, dass die Waffe geladen war.
Nur drei Tage später soll es in einer Innsbrucker Kaserne erneut zu einem Zwischenfall gekommen sein. Diesmal ging es um eine Matratze und einen Kopfpolster, heißt es in dem Bericht weiter.
Um deren Herausgabe zu erreichen, soll der Grundwehrdiener ein Klappmesser gezogen und dieses zwei Rekruten in aggressivem Ton vorgehalten haben.
Ein Urteil soll am späten Vormittag fallen. Für den 19-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.