Österreich

Wenn du dieses Rad gesehen hast, ruf SOFORT die Polizei

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:59

Die Wiener Polizei ermittelt nun offiziell wegen Mordversuchs gegen jenen Bankräuber, der am 3. April eine Bankfiliale unweit der U-Bahnstation Rennbahnweg überfallen hatte.

Wie berichtet, hatte ein Bankräuber mit einer Schutzmaske am Freitag eine Bankfiliale am Rennbahnweg in Wien-Donaustadt gestürmt. Der Unbekannte bedrohte Mitarbeiter mit vorgehaltener Waffe und forderte Bargeld. Eine Kundin, die zu fliehen versuchte, wurde von dem Tatverdächtigen angeschossen und schwer verletzt.

Die Frau ist mittlerweile außer Lebensgefahr, wie die Landespolizeidirektion Wien am heutigen Donnerstag mitteilt, ist sie weiterhin auf dem Weg der Besserung. Man könne aus aktueller Sicht von einer vollständigen Genesung ausgehen.

Die Ermittlungen nach dem blutigen Überfall laufen weiterhin auf Hochtouren, der Täter konnte immer noch nicht gefasst werden. Eines ist aber sicher, sollte er geschnappt werden, wartet nun noch eine viel gewichtigere Anzeige als wegen Raubes: "Nach der Sichtung des Videomaterials konnte festgestellt werden, dass der Beschuldigte einen gezielten Schuss auf das Opfer abgab, die Ermittlungen werden fortan als Mordversuch geführt", so die Wiener Polizei.

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Gestohlenes Fahrrad als Fluchtfahrzeug

Eine wichtige Spur ist das Fluchtvehikel des Unbekannten: ein Fahrrad. Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge, hatte der Bankräuber das Rad in unmittelbarer Nähe zum Tatort (Franz-Eduard-Matras-Gasse) an einem Verkehrsschild versperrt abgestellt und musste danach erst wieder das Fahrradschloss entsperren, um flüchten zu können.

Das Zweirad konnte am Samstag der Markomannenstraße, ebenfalls in der Donaustadt, aufgefunden und sichergestellt werden. Der Flüchtige hatte es dort offensichtlich zurückgelassen.

Es handelt sich dabei um ein Verleihrad mit der Aufschrift "Hochschaubahn", das im Jahr 2015 aus dem Wiener Prater gestohlen wurde. Zwei auffällige Fahrradschlösser (siehe Foto in der Diashow oben) und die blaufärbige Fahrradbeleuchtung gehören nicht zur ursprünglichen Ausstattung und wurden nachgerüstet.

Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise:

> Wer wurde in den letzten Jahren mit diesem Fahrrad gesehen?

> Hinweise betreffend Herkunft oder Verkauf der Fahrradschlösser

>Etwaige Zwischenbesitzer des Fahrrades mögen bitte mit den ermittelnden Beamten des Landeskriminalamtes Wien in Kontakt treten.

Die Wirtschaftskammer hat mittlerweile ein Kopfgeld in der Höhe von 5.000 Euro auf Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgesetzt.

Diese werden (auch anonym) an das Landeskriminalamt Wien, Gruppe Kampner, unter der Telefonnummer 01-31310-33800 erbeten.

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