Es ist eine Sensation. Österreich überholt die "Grande Nation" Frankreich, wenn es um die begehrten Sterne für Gourmet-Tempel geht.
Keine Frage: Wir haben Weltklasse-Köche und Lokale mit vielen Auszeichnungen. Doch Frankreich gilt als Wiege der Haute Cuisine und des feinen Geschmacks. Hintergrund der kulinarischen Jubelmeldung ist der neue Restaurantführer Guide Michelin 2026.
Dieser zeigt: Österreich ist top. Wir haben 101 Sterne-Restaurants, zwei davon bekommen drei Sterne, 19 erhalten zwei für ihr gastronomisches Angebot und gleich 80 mit einem Stern.
Die Liste führen zwei weltweit angesehene Lokale an: Das Steirereck im Wiener Stadtpark und Amador in Wien-Döbling – beide mit drei Sternen.
Wie aber kann es sein, dass Österreich Frankreich und auch Belgien auf die Ränge verweist? Das Gastro-Magazin Kalk & Kegel hat die Gesamt-Anzahl der Sterne für das Lokal auf die Bevölkerung umgerechnet.
Also laut dem Magazin hat Österreich insgesamt 124 Sterne, das sind pro eine Million Bewohner 13,5 Sterne.
Frankreich hat bei dieser Analyse "nur" 11,4 Sterne pro Million. Platz 1 geht an die Schweiz, die Eidgenossen kommen auf 19,1 Sterne pro Million Einwohner. Dann kommt Luxemburg (17,4 Sterne) und dann schon Österreich auf Platz 3!
Übrigens: Deutschland steht im Ranking auf Platz 14. Unser großes Nachbarland erhält nur einen "Sterne-Faktor" von 4,8 pro Million Menschen.
Österreich ist überhaupt auf der Genuss-Überholspur. Wir haben 22 neue 1-Stern-Lokale, acht bekommen einen "grünen" Stern für besonders nachhaltige Unternehmen.
Ein besonderer Aufstieg gelang der Weinbank in Ehrenhausen (Steiermark). Das Restaurant konnte sich von einem auf zwei Sterne verbessern. Mitinhaber und Sommelier Christian Zach wurde mit MICHELIN Sommelier Award geehrt.