Mega-Strafe für Meta

Riesen-Konzern muss 567 Millionen Dollar zahlen

567 Millionen Dollar Strafe für Meta: Ein US-Gericht sieht Kinder und Jugendliche auf Facebook, Instagram und WhatsApp nicht ausreichend geschützt.
Newsdesk Heute
07.08.2026, 08:33
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Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat Meta zur Zahlung von 567 Millionen Dollar, umgerechnet rund 492 Millionen Euro, verurteilt. Das Geld soll über einen Zeitraum von fünf Jahren in einen Fonds fließen, mit dem Minderjährige unterstützt werden, die durch ihren Online-Konsum Schaden genommen haben.

Finanziert werden sollen damit unter anderem Programme für psychische Gesundheit und Prävention bei Kindern und Jugendlichen.

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Richter Bryan Biedscheid machte den Konzern hinter Facebook, Instagram und WhatsApp für eine "Störung der öffentlichen Ordnung" verantwortlich. Laut den vorliegenden Angaben wurde diese juristische Begründung erstmals in einem solchen Verfahren gegen Online-Plattformen angewandt.

Meta muss Plattformen verändern

Mit der Geldstrafe allein ist es nicht getan. Der Richter verpflichtete Meta außerdem dazu, in den kommenden Jahren zusätzliche Schutzmaßnahmen in seine Dienste einzubauen. Diese sollen unter anderem den Social-Media-Konsum Minderjähriger begrenzen.

Meta weist die Vorwürfe zurück und kündigte unmittelbar nach der Entscheidung weitere rechtliche Schritte an.

"Wir sind mit der Entscheidung nicht einverstanden und werden Berufung einlegen", erklärte der Konzern. Man arbeite intensiv daran, Nutzer auf den eigenen Plattformen zu schützen sowie problematische Akteure und schädliche Inhalte zu erkennen und zu entfernen.

Generalstaatsanwalt spricht von "Sieg"

New Mexicos Generalstaatsanwalt Raúl Torrez, der die Klage gegen Meta eingebracht hatte, begrüßte die Entscheidung hingegen ausdrücklich.

"Die heutige Entscheidung ist ein Sieg für jeden Elternteil, der sich Sorgen darüber gemacht hat, was Online-Dienste mit seinem Kind machen, und für jedes Kind, das es verdient, sicherer online aufzuwachsen", erklärte Torrez.

Schon zuvor 375 Millionen Dollar Strafe

Für Meta ist es nicht die erste Niederlage in dem Verfahren. Bereits im März hatte eine Geschworenen-Jury in New Mexico entschieden, dass Minderjährige auf Facebook, Instagram und WhatsApp nicht ausreichend geschützt würden.

Damals wurde Meta zu einer Geldbuße von 375 Millionen Dollar verurteilt. Auch dagegen legte der Konzern Berufung ein. Die nun verhängten 567 Millionen Dollar kommen zu dieser Summe hinzu.

Auch EU macht Druck auf Meta

Nicht nur in den USA steht der Tech-Riese wegen des Umgangs mit jungen Nutzern unter Druck. Auch die EU-Kommission kritisiert den Schutz Minderjähriger auf den Meta-Plattformen.

Im vergangenen Monat forderte Brüssel Änderungen wegen möglicher Suchtgefahren für Kinder und Jugendliche. Nach Ansicht der Kommission schützt Meta Minderjährige nicht ausreichend und könnte damit gegen europäische Digitalregeln verstoßen.

In den USA geht der juristische Druck ebenfalls weit über New Mexico hinaus. Mehr als 30 Bundesstaaten gehen wegen ähnlicher Vorwürfe gegen Meta vor. Insgesamt wurden bereits Tausende Klagen eingereicht, in denen Onlineplattformen für mögliche negative Auswirkungen auf Kinder und deren psychische Gesundheit verantwortlich gemacht werden sollen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.08.2026, 08:33