Mit dieser Lieferung hatte bei FACC in St. Martin im Innkreis niemand gerechnet. Am Montagnachmittag trafen acht Kühlpakete beim Innviertler Flugzeugzulieferer ein. Als eine 30-jährige Mitarbeiterin die erste Box öffnete, machte sie eine makabre Entdeckung: Darin lag ein menschlicher Torso.
Auch die weiteren Pakete enthielten menschliche Überreste. Insgesamt befanden sich laut Polizei acht Torsos in den Kühlboxen. Die Mitarbeiterin verständigte sofort ihre Vorgesetzten, die wiederum die Polizei alarmierten.
Die Ermittlungen brachten rasch Klarheit. Ein Verbrechen lag nicht vor. Bei den Überresten handelte es sich um Leichenteile, die für medizinische Untersuchungen bestimmt waren. Die Sendung hätte eigentlich an ein Forschungslabor geliefert werden sollen.
Nach ersten Erkenntnissen dürfte es nach der Ankunft der Luftfracht am Flughafen München zu einer Verwechslung gekommen sein. Die Pakete mit den menschlichen Überresten wurden irrtümlich an FACC weitergeleitet, während die eigentliche Lieferung für das Unternehmen vorerst verschwunden blieb.
Die Polizei stufte den Vorfall als unbedenklich ein. Die Behörden kümmerten sich anschließend darum, dass die Sendung ihren richtigen Bestimmungsort erreicht.