In der nordostchinesischen Yixian-Formation haben Forscher des Institute of Vertebrate Paleontology and Paleoanthropology (IVPP) eine neue Dinosaurierart identifiziert. Der Kayrasaurus changliensis gehörte zur Gruppe der Therizinosaurier, die für ihre ungewöhnlichen Körperproportionen und gewaltigen Handkrallen bekannt sind. Das neue Wissen wurde im "Journal of Systematic Palaeontology" veröffentlicht.
Das Besondere: Obwohl das gefundene Skelett noch von einem nicht ausgewachsenen Tier stammt, war es bereits mehr als 3,6 Meter lang. Damit war es mindestens 1,6-mal so groß wie sein nächster Verwandter, der Beipiaosaurus.
Dem Bericht zufolge besaß Kayrasaurus extrem kleine und dicht stehende Zähne. Seine Halswirbel waren deutlich länger als die Rumpfwirbel. Eine der Handkrallen trug zudem einen auffälligen, nach oben erweiterten Rand.
Anders als klassische Raubsaurier waren Therizinosaurier überwiegend Pflanzenfresser oder Allesfresser. Die Forscher am Institute of Vertebrate Paleontology and Paleoanthropology (IVPP) unter Prof. Xing Xu haben den Fund nun als neue Gattung und Art beschrieben.
Der Fund zeigt, wie groß die Vielfalt unter den frühen Therizinosauriern bereits war. In derselben Region lebten Tiere mit unterschiedlichen Körpergrößen und vermutlich auch verschiedenen Ernährungsstrategien.
Bei Kayrasaurus fehlen allerdings die Hinterbeine, die wichtige Hinweise auf die Fortbewegung liefern würden. Weitere Fossilien und Analysen sollen zeigen, wie die vermuteten Unterschiede im tatsächlichen Leben aussahen.