Nach dem lauten Ruf aus Linz kommt nun Unterstützung aus Wels: Sicherheitsreferent und Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FPÖ) begrüßt die Ankündigung von Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ), künftig an österreichischen Hauptbahnhöfen ein Alkoholverbot einzuführen.
Bisher gilt auf den Vorplätzen mehrerer großer Verkehrsknotenpunkte – etwa am Salzburger Hauptbahnhof sowie in Wien am Praterstern und in Floridsdorf – bereits ein Verbot. In den Bahnhofsgebäuden und auf den Bahnsteigen ist derzeit grundsätzlich nur "übermäßiger" Alkoholkonsum untersagt. Das soll sich nun ändern.
In Wels hat man mit einem strengen Verbot bereits Erfahrung: Seit 2013 darf auf dem Bahnhofsvorplatz kein Alkohol konsumiert werden. Laut Kroiß hat die Maßnahme die zuvor häufigen Alkoholexzesse, Raufereien und Sachbeschädigungen deutlich eingedämmt.
Zusätzlich soll auf Initiative der Stadt eine Videoüberwachung installiert werden. Der Stadtsenat fasste am 6. August mit Stimmenmehrheit den Finanzierungsbeschluss. Das bestehende Alkoholverbot auf dem Vorplatz wird von der Ordnungswache kontrolliert.
Von der Kombination aus Kameras, dem Verbot am Vorplatz und einem Alkoholverbot im Hauptbahnhof erwartet sich Kroiß eine weitere Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls. Entscheidend sei allerdings, dass die Regeln nicht nur auf dem Papier stehen.
Die Einhaltung gehöre "dann rigoros überwacht. Es ist daher die ständige Präsenz der ÖBB Operative Services dringend notwendig", fordert Kroiß. Seine deutliche Warnung: "Sonst wird das geplante Alkoholverbot keinerlei Wirkung zeigen."