"Man kann kaum glauben, dass so etwas passieren kann", leitet der Anwalt einer 30-jährigen Oberösterreicherin ein. Seiner Mandantin passierte das, was sich keine junge Frau vorstellen möchte: Aufgrund einer falschen Tumordiagnose wurde ihr im Kepler-Klinikum in Linz die gesunde Gebärmutter entfernt.
Die junge Frau hatte die Kinderplanung noch vor sich. Durch den Fehler der Ärzte wurde nun "ihre gesamte Gesundheit ein Leben lang zerstört", findet der Jurist klare Worte.
Eigentlich hätte es im Juni 2025 nur ein Routineeingriff sein sollen, doch der Tag entwickelte sich zum Super-GAU für die Oberösterreicherin. Der Befund, der Wochen später einlangte, zeigte: Die Frau soll unter einem hochaggressiven Krebs leiden.
Keine einzige Folgeuntersuchung bestätigte den schrecklichen Verdacht, trotzdem wurde operiert. Das Kepler Universitätsklinikum gab im Nachgang seinen Fehler zu: Die untersuchte Gewebeprobe wurde im Labor kontaminiert.
Erst mehrere Wochen nach dem Eingriff erfuhr die Frau von dem folgenschweren Fehler – bis dahin war die Oberösterreicherin nach wie vor in dem Glauben, sie habe einen aggressiven Tumor.
Das Klinikum übernimmt die volle Haftung. Wie hoch der Schadenersatz sein wird, ist jedoch noch nicht klar. Die Geschichte der Oberösterreicherin kann aktuell im Nachrichtenmagazin "Blickwechsel" ServusTV On gestreamt werden.