Im Stadtteil Unterhimmel war am Dienstag erstmals gesprengt worden. Zwei gefährliche Felsnasen sollen dort im Rahmen eines Schutzprojekts der Wildbach- und Lawinenverbauung kontrolliert abgetragen werden.
Eigentlich war ein straffer Zeitplan vorgesehen: Rund zehn Wochen lang sollte jeweils dienstags und donnerstags gesprengt werden. Während der Zündungen gilt rund um den Hang ein strenges Betretungsverbot. Auch Bewohner müssen den betroffenen Bereich vorübergehend verlassen.
Doch jetzt kommt alles anders. Nach Angaben der Stadt verlief bereits die erste Sprengung am Dienstag erfolgreicher, als es die Prognosen erwarten ließen.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse machen nun weitere Evaluierungen und Nacharbeiten am Hang notwendig. Auch die nächsten Schritte des Projekts werden entsprechend angepasst.
Die Folge: Vor der Kalenderwoche 36 – also vor Ende August – sind keine weiteren Sprengtermine vorgesehen. Wann es danach wieder kracht, ist derzeit noch offen.
Hintergrund des aufwendigen Schutzprojekts ist eine Tragödie, die ganz Oberösterreich erschütterte: Am 8. Februar 2023 kamen an genau diesem Hang zwei Arbeiter bei Sicherungsarbeiten ums Leben.
Damit das Gebiet wieder sicher und bewohnbar wird, werden neben den kontrollierten Sprengungen auch Schutznetze und ein Schutzwall errichtet. Aktuelle Informationen veröffentlicht die Stadt auf ihrer Projektseite.