Anrainer in Floridsdorf

Roadrunner-Ärger: "Raser landete in meinem Garten!"

Raser-Irrsinn in Floridsdorf: Anrainer ärgern sich über Rowdys, die das Grätzl unsicher machen. Auch zu gefährlichen Unfällen ist es bereits gekommen.
Yvonne Mresch
08.09.2026, 18:17
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"Es ist extrem gefährlich", ärgert sich Andreas P. (Name geändert). Seit mehreren Generationen wohnt die Familie in Floridsdorf, doch seit einigen Jahren ist der Alltag anders. Raser machen das Grätzl unsicher, berichtet der besorgte Anrainer.

"Sie gefährden Menschenleben!"

Konkret handelt es sich um die Egon-Friedell-Gasse, Kreuzung Dopschstraße. Dort sollen oft Verkehrsrowdys ihr Unwesen treiben und –nach Angaben von Andreas P.- mit 80 bis 100 km/h über die Kreuzung rasen. "Donuts" drehen sei keine Seltenheit und des Öfteren lande ein Auto im Feld direkt dahinter. "Dort gehen auch viele Spaziergänger, sie gefährden dabei Menschenleben!", sorgt sich der 57-jährige.

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Die Straße sei zu breit und damit attraktiv für Raser, ärgert sich Anrainer Andreas P.
zVg

Eines der Autos landete bereits im Garten von Andreas P. "Es wurde durch unser Gartentor und den Zaun geschleudert, kam vor dem Kinderzimmer-Fenster auf dem Dach zu liegen. Gott sei Dank war niemand dort."

"Straßenführung aus den 70er-Jahren"

Immer wieder käme es zu brenzligen Situationen, schildert er: "Erst kürzlich gab es, wie so oft, einen Vorfall, bei dem Raser über die Kreuzung hinaus ins Feld geschossen sind. Es war reiner Zufall, dass gerade kein Querverkehr in der Nähe war. Wären Fußgänger mit Kindern oder Jogger vor Ort gewesen, hätte es eine Katastrophe gegeben! Die Jugendlichen waren dann auch noch später dort für eine Besichtigung, da Autoteile in der Gegend herumlagen."

Das Problem liege laut Andreas P. bei einer "Straßenführung aus den 1970er Jahren": "Lange Zeit ist hier ein unnötiger Bus gefahren, die Straßen sind deshalb ziemlich breit. Die Autoposer sind deshalb hier in großer Zahl unterwegs, danach treffen sie sich an der Tankstelle. Es passiert tagsüber und nachts."

Bezirk verweist auf Maßnahmen

Bereits mehrmals habe er mit dem Bezirk Kontakt aufgenommen, erzählt Andreas P. Das Resultat sei das Anbringen von Leitbaken gewesen. "Man könnte baulich etwas unternehmen, die Straßenbreite reduzieren durch einen Fahrradweg oder Gehsteigvorziehungen oder die Polizeipräsenz erhöhen, stattdessen stellen sie Leitbaken zur besseren Sichtbarkeit für die Raser auf", ärgert er sich. Zeitgleich mit der Anfrage von "Heute" wurde nun die 30er-Zone verlängert, berichtet der Anrainer. Es habe sich jedoch nichts geändert: "Viele merken nicht einmal, dass es eine 30er Zone gibt und dem Rest ist es egal, weil keine Konsequenz droht."

Die Situation an der Kreuzung sei dem Bezirk bekannt, heißt es auf "Heute"-Anfrage aus dem Büro von Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ). Bereits im Frühjahr habe man eine 30km/h-Beschränkung verordnet und Leitplanken aufgestellt. "Diese schaffen eine optische Barriere und damit einen Hinweis auf das dahinterliegende Feld und beugen somit Raserei vor." Beim Thema Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen könne man nur auf die Polizei verweisen, heißt es weiter. Der Bezirkschef werde jedoch im Gespräch mit der Polizei erneut auf die Situation hinweisen.

{title && {title} } ym, {title && {title} } 08.09.2026, 18:17