Dank und Anerkennung

Rückzug von Stadträtin Gaál – So reagieren die Parteien

Kathrin Gaál, Stadträtin für Frauen und Wohnen (SPÖ), wechselt in die Privatwirtschaft. Nationalrätin Elke Hanel-Torsch wird übernehmen.
Wien Heute
16.02.2026, 18:24
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Knalleffekt in der Wiener SPÖ: Wie am Montagvormittag bekannt wurde, wechselt Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (50) in die Privatwirtschaft. Dem Wechsel seien längere Überlegungen vorausgegangen. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt, diesen zu vollziehen, so Gaál – "Heute" berichtete. Ihre Nachfolgerin als Stadträtin wird die Nationalratsabgeordnete Elke Hanel-Torsch (44), als Vizebürgermeisterin folgt Finanz-Stadträtin Barbara Novak nach.

Während die FPÖ nicht mit Kritik sparte, waren ÖVP, Grüne und Neos voll des Lobes für die 50-Jährige. "Kathrin Gaál hat ihre Funktion über viele Jahre mit großem persönlichen Einsatz ausgeübt. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr alles Gute", erklärte etwa der Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, Markus Figl, gemeinsam mit Wohnbau-Sprecher Lorenz Mayer und Frauensprecherin Sabine Keri.

Glaubwürdige Kämpferin für Frauenrechte

"Frauenpolitisch hinterlässt Kathrin Gaál durchaus große Fußstapfen. In diesen Fragen hatte sie stets ein offenes Ohr – auch für Anliegen aus der Opposition. Diese Gesprächsbereitschaft und Sachlichkeit sind keine Selbstverständlichkeit und verdienen Anerkennung. Wir erwarten uns dies auch von ihrer Nachfolgerin", so Keri.

Auch die Parteivorsitzenden der Wiener Grünen, Judith Pühringer und Peter Kraus, bedanken sich bei Gaál für deren Einsatz: "Sie war immer eine glaubwürdige Kämpferin für Frauenrechte, Gleichstellung und Gewaltschutz und hatte stets ein offenes Ohr für gute Vorschläge. Zum Beispiel war der Austausch und die Zusammenarbeit im Zuge der Bauordnungsnovelle immer von gegenseitiger Wertschätzung getragen. Nur so war es möglich, gemeinsam wichtige Verbesserungen zu erreichen", erklärten Pühringer und Kraus.

Politikerin mit Herz

Von der Nachfolgerin Elke Hanel-Torsch erwarte man, dass der Wohnungsmangel in Wien konsequent angegangen wird. Gaál sei nicht zuletzt auch immer wieder auf parteiinterne Widerstände gestoßen, dementsprechend gäbe es viele offene Baustellen: "Wien steuert auf einen Wohnungsmangel zu, es gibt noch immer keine Leerstandsabgabe, die Airbnb-Regulierung ist zu lasch und 'Raus aus Gas' verläuft nur schleppend", so Pühringer und Kraus.

Auch Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) äußerte großen Respekt: "Mit Kathrin Gaál verlässt eine Politikerin mit viel Herz die Wiener Stadtpolitik. Unsere Zusammenarbeit war immer von aufrichtiger Wertschätzung, Offenheit und großer Verlässlichkeit geprägt. Besonders bei gemeinsamen Herzensprojekten wie 'Respekt: Gemeinsam stärker' war ihre Leidenschaft für Gerechtigkeit an Wiens Schulen immer spürbar. Ich danke ihr für die jahrelange, vertrauensvolle Partnerschaft und ich wünsche ihr für die Zukunft nur das Beste."

Pragmatisch und lösungsorientiert

Neos-Klubobfrau Selma Arapović über Gaál: "Wir hatten ein sehr vertrauensvolles, ehrliches und wertschätzendes Miteinander. In der direkten Zusammenarbeit haben wir besonders ihren pragmatischen und lösungsorientierten Ansatz geschätzt. Trotz unterschiedlicher parteipolitischer Zugänge in Detailfragen stand für uns das große gemeinsame Ziel – Wien moderner, fairer und nachhaltiger zu machen – immer im Vordergrund."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 18:51, 16.02.2026, 18:24
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