Der FC Bayern entschied am Samstag den Krimi um die deutsche Tabellenspitze gegen Borussia Dortmund für sich. Nachdem Marco Reus die Hausherren in Minute 45 in Führung geschossen hatte, brachte David Alaba seine Bayern noch vor dem Pausenpfiff zurück ins Spiel.
Der ÖFB-Star traf per Freistoß und beförderte die Gäste in der vierten Minute der Nachspielzeit auf die Siegerstraße. Nach dem Seitenwechsel gingen die Bayern durch Robert Lewandowski und Leroy Sane mit 3:1 in Führung. Der Anschlusstreffer von Erling Haaland kam zu spät. Alaba war der gefeierte Held.
Traumtor! Der Alaba-Freistoß gegen Dortmund im Video
Das war in den letzten Wochen nicht immer so. Die langen Vertragsverhandlungen wurden seit Monaten ausführlich thematisiert. Immer wieder sorgten raue Zwischentöne für Unmut. Vergangenen Sonntag kam es schließlich zur Eskalation. Die Bayern brachen die Verhandlungen ab, zogen ihr Vertragsangebot zurück. Damit deutet aktuell alles auf einen Abschied hin. Ab Sommer 2021 ist Alaba vertragslos.
Wenn es davor nicht doch noch zu einer Einigung kommen könnte. Bayerns Vorstandsvorsitzender, Karl-Heinz Rummenigge machte den Fans und nicht zuletzt David Alaba am Samstag wieder Hoffnung. Rund um das Topspiel sagte er, von "Sky" auf die Personalie Alaba angesprochen: "Die Tür ist ja noch einen Spalt auf."
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Es handelt sich um einen Annäherungsversuch, nachdem sich beide Seiten in den letzten Tagen wenig geschenkt hatten. Alaba hatte öffentlich behauptet, erst aus den Medien vom Ausstieg aus den Verhandlungen erfahren zu haben. Über besagte Medien ließ Sportvorstand Hasan Salihamidzic ausrichten (freilich ohne sich direkt zitieren zu lassen), dass Alaba sehrwohl in einem 30-minütigen Vieraugengespräch über die Frist und das Vorhaben des Klubs informiert worden war. Sprich: Alaba wurde der Lüge bezichtigt.
Rummenigge war am Samstag augenscheinlich bemüht, die Wogen zu glätten: "Wenn David beim FC Bayern bleiben möchte, was ich zur Gänze zumindest nicht ganz ausschließe, dann muss man einfach irgendwann trotzdem einen Weg finden und darüber nachdenken, dass man einen gesichtsschonenden Weg findet für beide Parteien." Rummenigge weiter: "Es ist wichtig, dass man die Qualität des Spielers und des Menschen auch ins richtige Licht rückt. Er ist ein wichtiger Spieler immer gewesen in den ganzen Jahren. Er hat wahnsinnig viele Titel mit uns gewonnen, ist zweimal Triple-Sieger geworden in dieser Zeit."
Zwischen all den lobenden Worten klang aber auch klar durch, dass sich Alaba bewegen müsse, die Bayern-Granden von der Position des Klubs hingegen nicht abrücken werden. Heißt: Finanziell wird der Wiener nicht wie von seinem Manager Pini Zahavi erwünscht zu den Top-Verdienern Robert Lewandowski und Manuel Neuer aufschließen können.