Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace machte die für Russen-Präsident Wladimir Putin hochnotpeinlichen Details am Dienstag öffentlich. Im Rahmen eines Medientermins am Montag zeichnete Wallace ein fatales Bild der russischen Luftstreitkräfte. Ihm zufolge wurden bei in der Ukraine abgeschossenen Kampfjets ins Cockpit geklebte GPS-Geräte aufgrund von mangelnder Ausrüstung gefunden.
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Doch damit nicht genug."Es wurden bereits öfters Fahrzeuge mit Papierkarten der Ukraine aus den 1980er Jahren gefunden", zitiert die "Daily Mail" den Briten Minister. Auch in den Flugzeugen der Russen habe man ins Cockpit geklebte Papierkarten gefunden, heißt es weiter. "Fast keines ihrer Fahrzeuge verfügt über situationsangepasste und digitale Kampfsysteme", so Wallace in dem Bericht.
Russland setzt in der Ukraine auch die bereits aus der Sowjetunion bekannten SU-34-Kampfflugzeuge ein. "Ihre begrenzten Vorräte an luftgestützten Präzisionswaffen, was sich in einer Verringerung des Einsatzes nach der zweiten Woche zeigt, hat dazu geführt, dass die Luftwaffe auch unpräzise Munition auf städtische Gebiete abgeworfen hat", wird Wallace weiter zitiert.
Großbritannien gilt als einer der stärksten Unterstützer der Ukraine und liefert seit Beginn Krieges Waffen. Premierminister Boris Johnson macht sich aucht weiterhin für die Fortsetzung der Lieferungen stark.
Die ukrainischen Streitkräfte haben Geländegewinne rund um die zweitgrößte Stadt Charkiw im Osten des Landes vermeldet. "Die Besatzer werden nach und nach aus Charkiw zurückgedrängt", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht auf Mittwoch in einer Videobotschaft. Unterdessen rückten russische Truppen im Donbass weiter vor. Auf der Schlangeninsel im Schwarzen Meer dauern die Kämpfe indes weitere an. In der Hafenstadt Mariupol gab es weiterhin russische Angriffe.
"Die Ortschaften Tscherkassy Tyschky, Rusky Tyschky, Rubischne und Bayrak wurden befreit", erklärte der ukrainische Generalstab auf Facebook. Während die russischen Streitkräfte dadurch die Stadt Charkiw "noch weniger" mit Artillerieangriffen treffen könnten, habe die "Intensität der Bombardierungen im Bezirk Charkiw zugenommen". Die russischen Truppen hinterlassen nach Angaben der ukrainischen Regionalverwaltung zudem "Todesfallen"-Minen.