Züge stehen, Pendler warten

S-Bahn fährt wieder – doch der Start bringt Chaos

Nach monatelanger Sperre fährt die S-Bahn zwischen Floridsdorf und Praterstern wieder – doch der Neustart verlief alles andere als reibungslos.
07.09.2026, 10:13
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Eigentlich sollte am Montag für viele Wiener das Öffi-Leben wieder leichter werden: Nach der monatelangen Sperre nahm die S-Bahn-Strecke zwischen Floridsdorf und Praterstern am Montag wieder den Betrieb auf. Doch ausgerechnet zum morgendlichen Berufsverkehr stockte der Neustart. Gegen 8 Uhr standen Züge am Gleis, fuhren teilweise nicht weiter und Fahrgäste saßen mehr als zehn Minuten in stehenden Garnituren fest.

In den Zügen wurden die wartenden Pendler per Durchsage über "technische Probleme" informiert. Gerade am ersten Werktag nach der langen Sperre sorgte das für Unmut.

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Holpriger Start nach langer Pause

Die ÖBB bestätigen auf Nachfrage Verzögerungen am Morgen: "Zwischen 8 und 9:30 Uhr kam es zu Verzögerungen auf der Strecke." Man müsse sich zunächst an den neuen Betrieb gewöhnen: "Es muss sich alles noch einspielen. Viele Leute sind wieder unterwegs, es gibt neue Systeme und neue Züge. Die Verspätungen werden gerade aufgeholt."

Bei den ÖBB rechnet man damit, dass es gerade zum Start noch vereinzelt holprig laufen kann. "Gerade anfangs ist alles neu und es kann noch vereinzelt zu Verzögerungen kommen", heißt es. Gleichzeitig zeigt man sich zuversichtlich, dass sich der normale Betrieb "in den nächsten Tagen schnell einpendeln wird".

Bim und Bus teilweise verspätet

Unabhängig von den Verzögerungen bei der S-Bahn, mussten auch Fahrgäste bei einigen Bim-, Bus- und U-Bahn-Linien Nerven bewahren. Auf der U6 kam es laut Betriebsinformation zu unregelmäßigen Intervallen in beiden Richtungen. Außerdem meldeten die Linie 60 und der 38A Verspätungen wegen eines schadhaften Fahrzeugs. Auch die Linie 31 fuhr in der Früh wegen eines schadhaften Fahrzeugs nicht zwischen Floridsdorf und Wexstraße. Eine Fahrtbehinderung hatte auch Auswirkungen auf die Linien 37, 38, 40, 41 und 42.

Die Wiener Linien ziehen für den ersten Tag nach den Sommerferien dennoch eine positive Bilanz. "Der erste Morgen mit dem dichten Frühverkehr hat bei den Wiener Linien gezeigt: Unser Netz kann die zusätzlichen Fahrgäste gut aufnehmen und verfügt über die nötigen Kapazitäten. Der Start der ÖBB S-Bahn-Stammstreckensperre zwischen Praterstern und Hauptbahnhof ist im Netz der Wiener Linien gut angelaufen und das gemeinsam entwickelte Alternativkonzept bewährt sich", heißt es in einer Stellungnahme.

Neue Linien, dichtere Intervalle

Während der 14 Monate langen Sperren verstärken die Wiener Linien relevante U-Bahn-Linien, leiten Straßenbahnen um und bieten zusätzliche Kapazitäten im Straßenbahnnetz. Konkret fahren U1, U2 und U4 in dichteren Intervallen und auch die U6 ist im dichten Takt unterwegs. Die Linie 18 fährt seit 5. September bis U2 Stadion, auf der Linie O wurden in den letzten Monaten Beschleunigungsmaßnahmen für die Bim umgesetzt. Die Linie 62 wird mit dichteren Intervallen bis zum Quartier Belvedere umgeleitet.

An zentralen Knotenpunkten wie Bahnhof Meidling, Hauptbahnhof, Landstraße, Matzleinsdorfer Platz, Quartier Belvedere und Stadion wird zusätzliches Infopersonal eingesetzt. Auch Durchsagen, Monitoranzeigen und Beschilderungen zeigen geeignete Alternativrouten und weisen den besten Weg. "Unser Ziel ist klar: Die Fahrgäste sollen auch während der S-Bahn-Stammstreckensperre der ÖBB zuverlässig und gut durch Wien kommen. Die ersten Stunden bestätigen, dass unser Ersatzkonzept dafür sehr gut funktioniert", so die Wiener Linien.

red, Akt. 07.09.2026, 15:21, 07.09.2026, 10:13
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