Japan zum Schmökern

Sake statt Spritzer! Wien hat sein erstes Manga-Café

Camille Sabourin (30) eröffnete das erste Manga-Café der Stadt. Mit über 1.000 Büchern, Onigiri und Sake will er seine Gäste nach Japan entführen.
22.10.2026, 05:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

An den Wänden tummeln sich Bilder der Helden aus Manga-Comics, Landschaftszeichnungen entführen nach Japan. Auf Ohrensesseln im Eck des Lokals kann geschmökert werden – über 1.000 Mangas stehen zur Auswahl. Hinter dem Konzept von Wiens erstem Manga-Café (geht es nach dem Inhaber, ist es sogar das erste in ganz Österreich) steht Camille Sabourin.

"Früher war es eine Nische"

Der 30-jährige stammt aus Frankreich, kam vor elf Jahren nach Wien und hat heute hier sein Glück gefunden. Sabourin studierte zunächst Lehramt, war dann selbst jahrelang in der Gastronomie tätig, bis er sich nach einem Zwischenstopp im Verkauf den Traum vom eigenen Lokal erfüllte. Was es werden sollte, stand schnell fest: "Seit meiner Kindheit bin ich großer Manga-Fan. Frankreich ist der zweitgrößte Markt der Welt und es hat mich immer fasziniert – die Musik, die Charaktere, das Universum. Man taucht in eine eigene Welt ein."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mit seinem ersten Gehalt habe er sich Mangas gekauft, heute umfasst die Sammlung über 1.000 Stück – die auch den Gästen zur Verfügung stehen. "Als ich vor elf Jahren hierher gekommen bin war es schwierig, Bücher zu finden, es war eine Nische. Heute ist das anders." Mit seinem Café Akihabara – benannt nach dem "Anime-Bezirk" in Tokio – möchte er dazu beitragen, das Thema bekannter zu machen. In der Liechtensteinstraße 8 (Alsergrund) will er die Gäste nach Japan entführen – ein Land, das ihn selbst fasziniert ("sogar meine Hochzeitsreise ging dorthin").

Von Onigiri bis Sake

Das Konzept: Man kann sowohl ausschließlich zum Lesen herkommen (3,50 Euro in der Stunde, 8 Euro mit Getränk), als auch nur zum Konsumieren. Auf der Karte stehen japanische Klassiker wie Onigiri in drei Varianten (Thunfisch, Chicken, Kimchi, 6 Euro), Bowls (ab 10,90 Euro) aber kurioserweise auch Schinken-Käse-Toast (7,20 Euro).

Zu trinken gibt es Sake (alkoholisches Reisgetränk aus Japan, ab 8,50 Euro), diverse Limonaden wie das Kawaii Candy (süßer Fruchtcocktail, 5.20 Euro) und natürlich Bubble Tea (ab 5,50 Euro). Geöffnet ist von Montag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr.

ym, 22.10.2026, 05:30
Mehr zum Thema
Weitere Storys