Was sich ändert

Salzburg bekommt neue Buslinie – eine wird gestrichen

Die Stadtregierung will die Öffis im staugeplagten Salzburg verbessern. Zwei Bus-Linien werden deswegen jetzt zusammengelegt.
Leo Stempfl
09.02.2026, 12:48
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Die unterirdische Stadtbahn S-Link wurde von der Bevölkerung Salzburgs in einer Umfrage knapp abgelehnt, die rot-rot-grüne Stadtregierung muss sich deshalb neue Konzepte für die immer wieder am Verkehrskollaps kratzende Innenstadt überlegen. Einzige Möglichkeit: Verbesserungen im Linienbusverkehr.

Eine neue Linie 18 sollte da Autos aus der Stadt bringen: Pendler parken am Messezentrum und werden mit einem Shuttle-Bus in die Innenstadt gebracht. Nur: Neben den laufenden Kosten für den Pkw benötigte man noch ein eigenes Parkticket sowie eine separate Bus-Jahreskarte. Die Bilanz: Ganze zwei (!) Tickets wurden verkauft.

Neue Nord-Süd-Verbindung

Die gefloppte Linie 18 wird deswegen nun eingestellt bzw. mit der ebenfalls neuen Linie 17 zusammengelegt. Ab 16. Februar fahren elektrische, kürzere City-Busse im 30-Minuten-Takt vom Messezentrum über Hanuschplatz, Ignaz-Rieder-Kai und Aigen S-Bahn zu den Ursulinen in Glasenbach.

Was sich mit der neuen Linie 17 ändert

  • Durchbindung statt Endstation: Die neue Linie 17 endet nicht mehr am Ferdinand-Hanusch-Platz, sondern fährt dort durchgehend weiter bis zur Messe. Wendemanöver und Standzeiten am Hanuschplatz entfallen. Das soll die Betriebsstabilität verbessern und Stausituationen an einem ohnehin sensiblen, stark frequentierten Verkehrsknoten reduzieren.
  • Verlängerung bis zu den Ursulinen: Die Linie wird über die bisherige Endstation Johannes-Filzer-Straße hinaus bis zu den Ursulinen geführt. Damit entsteht eine durchgehende Verbindung zwischen Messezentrum und Aigen – ohne zusätzliche Umstiege.
  • Besser verknüpft, einfacher umsteigen: Am Bahnhof Salzburg-Aigen wird die Linie in den bestehenden Takt von Bus und Bahn optimal eingebunden. Das schafft zusätzliche, gut planbare Umsteigemöglichkeiten.
  • Neue Haltestellen in der Überfuhrstraße: Eine zusätzliche Haltestelle verbessert die Anbindung von Ein- und Mehrfamilienhäusern entlang der Überfuhrstraße und schließt weitere Erschließungslücken im öffentlichen Verkehr.

Oft zeige sich halt erst im Alltag, wo etwas noch nicht gut sitzt, erklärt Verkehrsstadträtin Anna Schiester von den Grünen. "Genau dort schauen wir dann hin, lernen dazu und passen entsprechend an. Die neue Linie 17 baut bewusst auf den Erfahrungen und Rückmeldungen der letzten Linienänderungen auf."

{title && {title} } leo, {title && {title} } Akt. 09.02.2026, 13:23, 09.02.2026, 12:48
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