Salzburgerin entwickelt Windelfrei-Mode für Kids

Der Knopf aus Holz, der Gummi aus Naturkautschuk: Start-Up Gründerin Magdalena Guschlbauer setzt auf Naturmaterialien.
Der Knopf aus Holz, der Gummi aus Naturkautschuk: Start-Up Gründerin Magdalena Guschlbauer setzt auf Naturmaterialien.Facebook/Mata Origin
Eine junge Salzburgerin ging vor Kurzem mit ihrem Start-Up online. Sie vertreibt alles, was es für eine windelfreie Erziehung braucht.

Entstanden in den USA, schwappt der Trend auch in den europäischen Raum: Windelfreie Erziehung. Das zugrunde liegende Prinzip besteht darin, auf Windelnjeglicher Art (Wegwerfwindeln, Stoffwindeln) zu verzichten. Ihr Geschäft verrichten die Kleinen natürlich trotzdem. Wie soll das gehen?

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Körpersprache lesen lernen

Kommunikation ist hier der Schlüssel. Denn laut Rita Messmer, Pionierin der windelfreien Erziehung, können sogar die kleinsten Kinder sich mitteilen. Dadurch sind sie auch in der Lage, ihren Harn- oder Stuhldrang zu kommunizieren. Besteht ein großes oder kleines Bedürfnis, "setzen" die Eltern das Kind auf ein Töpfchen oder auf die Toiletteund lassen der Natur ihren Lauf.  "Abhalten" nennt sich dieses Procedere. 

AnhängerInnen dieser Praktik sehen darin mehr als die bloße Erziehung ohne Windel. Sie sei vielmehr eine Entscheidung der Eltern, sich dem Kindzu widmen und ihm jegliche Aufmerksamkeit zu schenken. Demnach kommunizieren "windelfreie" Eltern wesentlich mehr mit ihren Kindern, als jene, die ihr Kind einfach nach Bedarf wickeln. Denn windelfreie Erziehung ist zeitintensiv. Eltern müssen sich vor allem zu Beginn rund um die Uhr mit der Körpersprache ihres Babysbeschäftigen und zwar über das gewohnte Ausmaß hinaus. Jede Regung, jedes Quengeln, jeden Blick, jede Bewegung muss registriert werden - schließlich könnte eine bestimmte Verhaltensweise ein Hinweis des Babyssein, dass es sich gleich erleichtern muss. So lernen Eltern, gewisse Bewegungen oder Blicke als "Toilettenhinweis" zu erkennen.

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Magdalena Guschlbauer aus Salzburg ist so eine "windelfrei"-Mama. Aber nicht nur das. Weil sie die Kleidung für "Windelfrei-Babys" nicht funktionell und praktisch genug fand, entschied sie, es besser zu machen und gründete ihr Start-Up Mata Origin.

Abhalte-Mode aus Merinowolle

Seit 4. November ist Mata Origin online - inklusive Online Shop. Im Angebot gibt es das komplette Mata Origin Windelfrei-Set - für Kleinkinder oder Neugeborene in verschiedenen Größen. Alternativ sind Hose oder Windel separat erhältlich. Für die kalten Wintertage steht auch ein Wollwalk-Overall zur Auswahl. Und natürlich die Saugeinlagen aus Baumwolle - für den Fall der Fälle. Die Kollektion besteht aus feuchtigkeitsabweisender, geruchsneutraler Merinowolle. Die Hosen und der Winteroverall aus Wollwalk lassen sich mit nur einer Hand an der entscheidenden Stelle öffnen. Die Einlage lässt sich auch im Stehen oder beim Krabbeln wechseln. Das macht die Handhabung praktisch - vor allem bei quirligen Kindern.

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So funktioniert die Abhalte-Mode

Wie Mata Origin funktioniert, verrät dir Gründerin Magdalena Guschlbauer in diesem Video:

Neben der stärkeren Verbindung zwischen Eltern und Kind hat windelfreie Erziehung noch einen Vorteil: Weniger Windelmüll und damit Nachhaltigkeit, wenn man bedenkt, dass ein Baby 5.000 bis 6.000 Wegwerfwindeln benötigt.

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