Thomas Letsch coachte einst bei Red Bull Salzburg, im Bullen-Nachwuchs samt zwei Spielen als Interimstrainer des ersten Teams und bei der Wiener Austria. Seit Juli ist der Deutsche nun beim saudischen Klub Al-Shabab an der Seitenlinie aktiv. Letsch sollte nach einem haarsträubenden Saisonstart eigentlich entlassen werden. Doch dazu kommt es aus einem kuriosen Grund nicht.
Denn die Saudi Pro League hat der Entlassung einen Riegel vorgeschoben. Al-Shabab soll nämlich in finanziellen Problemen stecken, berichtet zumindest die Zeitung "Asharq Al-Awsat". Deshalb soll die Finanzaufsicht der Liga den Klub-Antrag zum Letsch-Rauswurf auch abgelehnt haben.
Demnach würde dem saudischen Erstligisten die finanzielle Liquidität fehlen, um die Letsch-Entlassung tatsächlich durchführen zu können, heißt es. Deshalb darf der deutsche Trainer vorerst auch im Amt bleiben – obwohl Al-Shabab ihn bereits feuern wollte.
Ganz vom Tisch ist das Letsch-Aus allerdings trotzdem noch nicht. Denn sollte Al-Shabab die nötigen finanziellen Mittel doch noch vorlegen können, könnte es auch mit dem Aus des 58-Jährigen schnell gehen.
Letsch verlor mit dem Klub aus der saudischen Hauptstadt Riad nicht nur in der ersten Cuprunde gegen den Zweitligisten Al-Wehda, sondern blieb in sieben Ligarunden auch sieglos. Der Klub holte nur vier Punkte.