Verprügelt und angezeigt

Schaufelattacke: Verfahren gegen Politikerin vom Tisch

Ein Eifersuchtsdrama endete für eine Politikerin im Spital. Dann wurde sie von der Angreiferin auch noch angezeigt – ohne Erfolg.
Newsdesk Heute
02.07.2026, 11:27
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Die Vorwürfe gegen eine bekannte Kärntner Politikerin (42) waren heftig: Körperverletzung und Nötigung. Innerhalb von fünf Monaten wurde sie gleich zweimal angezeigt. Doch beide Male hat die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die Ermittlungen eingestellt.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, wurde das Strafverfahren wegen Körperverletzung vor wenigen Tagen offiziell beendet. Laut dem Anwalt der Frau konnten die Behörden keinerlei Tatverdacht feststellen. Dies dürfte auch beim Vorwurf der Nötigung der Fall gewesen sein.

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Mit Schaufel verprügelt

Doch wie kam es eigentlich zu den Anzeigen gegen die 42-Jährige? Die Ursache geht auf ein Eifersuchtsdrama zurück, welches am 12. Februar seinen gewalttätigen Höhepunkt erlebte. Damals fuhr die Politikerin zum Haus ihres Ex-Freundes, um ihm – laut eigener Aussage – persönliche Sachen zurückzugeben. Dort wartete jedoch schon dessen Ehefrau auf sie.

Zwischen den Frauen entbrannte ein heftiger Streit, der in einer brutalen Attacke gipfelte. Die Ehefrau soll zu einer Schneeschaufel gegriffen und die Politikerin, damit mehrmals am Kopf und am Oberkörper getroffen haben. Danach hatte sie die 42-Jährige angezeigt.

Schwere Folgen

Auch die körperlichen Folgen des Angriffs waren für die Politikerin heftig. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Kieferprellung. Es folgten drei Monate, die sie in Krankenhäusern und in stationärer Rehabilitation verbrachte. Ihr Anwalt betonte, dass es der Frau noch immer nicht gut gehe. Sie sei "ziemlich bedient".

Seit dem Vorfall leide die 42-Jährige an einem Bandscheibenvorfall, Sehschwäche, Taubheit auf einem Ohr und beim anderen an einer 30-prozentigen Hörminderung. Nun stehe der Frau eine ambulante Reha bevor.

Wie schwer die Verletzungen tatsächlich sind und ob es bleibende Schäden gibt, soll nun ein gerichtsmedizinischer Sachverständiger im Auftrag der Staatsanwaltschaft klären. Auch gegen die Angreiferin wurde ermittelt. Ihr wird Körperverletzung, gefährliche Drohung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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