"Schei* Maske" – ÖGB-Chef Katzian zuckt im TV aus

Ohne Maske konnte dann das Besprochene problemlos rezitiert werden.
Ohne Maske konnte dann das Besprochene problemlos rezitiert werden.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
"Bitte, des dürft's aber ned bringen." Dem obersten Gewerkschafter rutschte beim Pressestatement ein affektiver Ausdruck des Missmuts heraus.

Trotz 2G-Regel und Ungeimpften-Lockdown steigen die Zahlen weiter an und die Krankenhäuser füllen sich – insbesondere in Oberösterreich und Salzburg. Dort gilt ab Montag nun ein Lockdown für alle. Das weitere Vorgehen im Rest der Republik wird am Freitag akkordiert. Burgenlands LH Hans-Peter Doksozil griff dem aber schon vor: Er rechnet mit einem Lockdown für alle Bundesländer und alle Bürger.

Zwangsläufig wird das wieder mit Wirtschaftshilfen verbunden werden müssen. Wenn Einzelhandel und Gastro geschlossen ist, sollten deren Mitarbeiter auch auch die Kurzarbeit zurückgreifen können. Weitere Entschädigungen sollten auch dem Handel zugutekommen, der in der Vorweihnachtszeit bekanntlich das beste Geschäft des Jahres macht.

Erste Details wollten die Sozialpartner in Gestalt von Gewerkschaftsbund-Präsident Wolfgang Katzian und Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer am Donnerstag mit der Bundesregierung besprechen.

"Scheiß Maskn"

Die Verkündung der ersten Resultats erwies sich aber schwieriger als gedacht. Der ÖGB-Boss hatte noch seine FFP2-Maske auf, das Sprechen damit fiel im sichtlich schwer. "Ja, schönen Nachmittag... Schönen Nachmittag! Wir haben..." Da muss er plötzlich abbrechen.

"Scheiß Maskn", flucht Katzian und reißt sich den Mundschutz vom Gesicht. "Bitte, des dürft's aber ned bringen", rudert er sofort danach vom wohl unüberlegten Sager zurück. "Schönen Nachmittag", setzt er grinsend abermals zum Statement an, welches im "Puls24"-Video (siehe unten) nachzusehen ist.

Inteniver Austausch

Man habe mit dem Bundeskanzler und einer Reihe von Ministern einen intensiven Austausch gehabt, resümiert der Gewerkschafts-Chef. "Die heutige Zusammenkunft hat dazu gedient, dass man Meinungen und Erfahrungen austauscht." Es gehe sowohl darum, kurzfristig die Welle zu brechen, als auch langfristig darum, die Impfbereitschaft zu steigern, so Katzian.

Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer, ergänzt die besprochenen Themen um Home-Office-Vereinbarungen, Masken-Regeln und den Ausbau der PCR-Test-Infrastruktur in betrieben. Auch der Anreiz-Systematik in puncto Impfung hat man sich gewidmet.

Kurzarbeit

"Das wäre ein Thema, das man jetzt wieder angehen sollte und zwar sehr, sehr zeitnah." Man habe bereits ein konkretes Angebot gemacht, das in einer Projektgruppe zu besprechen. Seitens der Regierung wird man dieses Vorhaben zu den Landeshauptleuten mitnehmen und dann entscheiden, wie es damit weitergeht.

"Der Arbeitsminister hat gesagt, er wird auch im Thema Kurzarbeit wieder alles zur Verfügung stellen, was notwendig ist." Beim Thema Wirtschaftshilfen wird es schon am Freitag konkrete Informationen geben.

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