Im Streit um die sogenannte Negreira-Affäre geht Real Madrid nun offenbar in die Offensive. Medienberichten zufolge sollen die "Königlichen" der UEFA ein umfangreiches Dossier übermittelt haben, das belastende Beweise gegen den FC Barcelona enthalten soll.
Wie die spanische Zeitung "AS" berichtet, wurde dem europäischen Fußballverband ein rund 500 Seiten starkes Dokument übergeben. Darin soll detailliert dargelegt werden, wie Barcelona über Jahre hinweg Zahlungen an den früheren Schiedsrichter-Funktionär Jose Maria Enriquez Negreira geleistet haben soll.
Real Madrid vertritt seit Langem die Ansicht, dass der Erzrivale durch die Kontakte zu Negreira bevorzugt worden sei. Der ehemalige Schiedsrichter-Ansetzer soll laut den Vorwürfen Einfluss auf Unparteiische genommen haben. Barcelona weist sämtliche Anschuldigungen zurück.
Die Affäre beschäftigt bereits seit geraumer Zeit die spanische Justiz. In Madrid wächst jedoch offenbar die Ungeduld. Klubpräsident Florentino Perez hatte zuletzt erneut scharfe Kritik geäußert und erklärt, sein Verein sei in der Vergangenheit um zahlreiche Punkte gebracht worden.
Nun hoffen die Madrilenen offenbar auf ein Eingreifen der UEFA. Laut dem Bericht soll der europäische Verband die Vorwürfe prüfen und mögliche Konsequenzen ziehen. Im Raum steht sogar die Forderung, Barcelona Titel abzuerkennen, die der Klub im fraglichen Zeitraum gewonnen hat.