Der Iran brennt: Die Angriffe der USA und Israels nehmen noch kein Ende. Jetzt warnt Teheran Richtung Europa: Sollten auch hier Staaten in den Krieg eintreten, drohe Schlimmes, so das Mullah-Regime.
Die Sorge in Europa gilt derzeit auch einem möglichen Terrorangriff. So eine Attacke könne "in ganz Europa geschehen" sagt Nicolas Stockhammer, Extremismusforscher der Donau-Uni Krems zu "Heute": "Die aktuelle sicherheitspolitische Lage hat das Potenzial, die terroristische Bedrohung für den Westen – also Europa, die USA und Israel – massiv zu verschärfen."
Hintergrund ist eine "Fatwa" (ein ausgestelltes Rechtsgutachten): Rache sei "die religiöse Pflicht aller Muslime in der Welt, damit das Übel dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird", sagte ein hoher Geistlicher (Ajatollah). Ein anderer: "Es ist allen Muslimen auferlegt, das Blut ihres gemarterten Anführers an den Tätern dieses Verbrechens zu rächen."
"Was die Möglichkeiten betrifft, ist davon auszugehen, dass das Mullah-Regime über Handlanger und Unterstützer im Westen verfügt – es gibt Schläferzellen in Europa, die aktiviert werden können und im Bedarfsfall auch Aktionen vorantreiben, die koordiniert sind mit diesem Regime", sagt Stockhammer im Interview mit "Heute".
Österreich habe eine große iranische Community, sagt der Experte, "wobei, es ist davon auszugehen, dass die überwiegende Mehrheit diesem Regime sehr kritisch gegenübersteht. Aber gerade Personen, die profitiert haben von diesem Regime, und die hier wohnen, könnten ansprechbar sein für Aktionen."
Seinen Recherchen nach sei ein Anschlag möglich: "Es ist nicht auszuschließen, dass sich hier eine Gruppe oder auch Einzelne angesprochen fühlen, Gewalt auszuüben. Ihre Taten wären gegen Ziele, die einen Bezug zu Israel, zum Judentum oder den USA haben, gerichtet."
Auch die gefürchteten Revolutionsgarden – das ist der militärische Arm des Mullah-Regimes – käme für die Organisation von Handlungen in Europa infrage: "Sie haben über gewisse Strukturen, auch über Botschaften, Personal in Europa abgestellt, das solche Aktionen anleiten könnte."