Wien versinkt im Winter-Chaos: Nach einer heftigen Neuschnee-Nacht mit rund 20 Zentimetern Schnee stehen viele Pendler am Morgen vor einem Verkehrs-Desaster. Während die U-Bahn im Großen und Ganzen noch weitgehend rollt, sorgt der Schneefall auf allen Straßenbahn- und Bus-Linien für erhebliche Verspätungen und Beeinträchtigungen, warnen die Wiener Linien.
Bereits in den frühen Morgenstunden mussten Fahrgäste deutlich mehr Zeit einplanen, weil sich Trams und Busse durch die winterlichen Bedingungen quälen. Betroffen sind tatsächlich sämtliche Straßenbahnlinien – von der Linie 1 bis zur Linie 62 – aber auch alle Busverbindungen in der Stadt. Auf der offiziellen Störungsseite gibt es keine Entwarnung, Pendler müssen weiterhin mit Verzögerungen rechnen.
In der Wiener Donaustadt kam ebenfalls ein Bus nicht mehr vom Fleck. Zahlreiche Fahrgäste entschlossen sich anzupacken: Sie stiegen alle aus und versuchten mit vereinten Kräften den Bus aus der Schnee-Falle zu schieben. Wirklich erfolgreich waren sie aber leider nicht. Dennoch zeigten die Wiener, dass sie in derartigen Situationen Schulter an Schulter zusammenhalten.
Und das ist noch nicht alles: Auch auf einigen U-Bahn-Linien kommt es zusätzlich zu irregularen Intervallen und Betriebsstörungen. So sind etwa bei der U1 und U2 Abweichungen im Fahrplan zu spüren, bei der U6 sorgt laut aktuellen Meldungen ein schadhaftes Fahrzeug für Probleme.
Während auf Schiene und Straße der Verkehr ins Stocken gerät, bleiben die Gemeinden nicht untätig: Schnee räumen, Strecken freihalten und alternative Verkehrsangebote prüfen – doch für viele Wienerinnen und Wiener heißt es derzeit vor allem Geduld bewahren.
Wie sich die Lage im Tagesverlauf entwickelt und ob sich die Situation wieder entspannt, hängt stark von den Wetterbedingungen und weiteren Einsätzen der Verkehrsbetriebe ab. Reisende werden jedenfalls dazu aufgerufen, ihre Fahrten frühzeitig zu planen und mehr Zeit für den Arbeitsweg einzuplanen.